Nach der Reha

Geschafft! Sie sind zurück aus der Rehaklinik – entweder zuhause oder gut versorgt in einem Pflegeheim. Jetzt beginnt die Zeit des Wiedereinlebens, der Alltag kehrt zurück. Achten Sie darauf, dass er Sie nicht zu schnell wieder in Besitz nimmt.

Nach der Reha kommen viele Fragen auf Sie zu. Klären Sie eines nach dem anderen. Wichtig ist vor allem Ihre medizinische Versorgung - sofern noch erforderlich, die Rückkehr in das Arbeitsleben  - falls möglich. Sich mit den Thema Zukunftsgestaltung zu beschäftigen ist gut uns wichtig. Wer sich imm ernur mit seiner Krankheit beschäftige gerät schnell in den Sof einer Depression oder einer ständigen Selbstüberwachung.

 

Nachsorge bringt Sicherheit in die Genesung

Die medizinische Reha-Nachsorgen ist ausgesprochen wichtig. Im Entlassungsbericht werden viele Maßnahmen angeregt und der behandelnde Arzt wird umfassen über den Reha-Erfolg und Verlauf informiert.

Die Nachsorge bringt Nachhaltigkeit und erste Vorbeugung vor neuen Erkrankungen in die Reha.Maßnahme. Für die Nachsorge ist wichtig, dass sie unmittelbar nach einer stationären oder ambulante Reha-Maßnahme beginnt.

Die Nachsorge hilft zum einen bei der andauernden Verhaltens- und Lebensstiländerung nach Krankheiten, dem Zurückfinden in das Leben nach Unfällen und zur Bewältigung einer chronischen Krankheit. zum anderen soll durch Nachsorgemaßnahmen ein möglicher Rückfall vermieden werden. Die Träger von Rehamaßnahmen bieten verschieden indikationsbezogene Nachsorge-Programm an.

Bei der Rentenversicherung sind dies zum Beispiel Nachsorge-Programm wie: 

  • IRENA - Intensivierte Reha-Nachsorge
  • T-RENA - Trainingstherapeutische Reha-Nachsorge
  • Psy-RENA - Reha-Nachsorge bei psychischen Erkrankungen
  • ambulante Suchtnachsorge

Im Nachsorgekonzept ist der Umfang und der zeitliche Rahemn vorgegeben.

WICHTIG

Reha-Nachsorge kann nur von Ihrem behandelnden Arzt Ihrer Rehabilitationseinrichtung verordnet und eingeleitet werden. Sprechen Sie ihn gegebenenfalls vor Ihrer Entlassung darauf an. Die Nachsorge wird in von der Rentenversicherung zugelassenen Einrichtungen durchgeführt. Sie findet in der Regel berufsbegleitend statt, einen Anspruch auf Übergangsgeld haben Sie dann nicht. Teilweise werden Fahrtkosten vom Reha-Träger erstattet.

Reha-Sport

Rehabilitationssport und Funktionstraining sind weitere Leistungen der Reha-Träger. Reha-Sport oder auch Funktionstrainings sind ärztlich verordneter Gruppensport, der unter fachkundiger Anleitung und ärztlicher Betreuung stattfindet.

Reha-Sport soll helfen mehr Sicherheit, Stabilität und Selbstständigkeit zu erzeugen. Ziel der sportlichen Betätigung ist es die Leistungsfähigkeit und die Belastbarkeit zu steigern - durch Übungen für die Koordination, die Ausdauer und die Muskelstärkung bzw. den Muskelaufbau. Neben der körperlichen Stärkung wirkt sich die Teilnahme am Reha-Sport häufig auch positiv auf die Psyche aus, es werden KOntakte mit Menschen in ähnlichen Situationen geschaffen.

Dauer und Anzahl der Trainingsstunden sind sehr verschieden und abhängig von der Erkrankung, dem individuellen Rehabilitationsziel, aber auch vom Leistungsträger, der die Kosten übernimmt.

Finden Sie die richtige Gruppe für sich

Reha-Sport wird von Krankenkassen, Vereinen der Behindertensportverbände, Vereinen für Gesundheitssprt und Rehabilitation, aber auch von anderen Sportvereinen und Fitnessstudios angeboten.  zu den klassichen Reha-Sportarten gehären Gymnastik, Schwimmen und Leichtathletik. Darüber hinaus werden aber noch viele andere Sportarten als Reha-Sport angeboten.

Reha-Sport kann als Nachsorge-Behandlung im Anschluss an eine medizinsiche Rehabilitation vom behandelnden Arzt in der Rehaklinik verordnet werden. In diesem Fall übernimmt in der Regel der Leistungsträger, der bereits die Rehabilitation bezahlt hat, auch die KOsten für den Reha-Sport. Aber auch der Hausarzt kann bei Bedarf Reha-Sport verordnen.

Antrag auf Reha-Sport

Sprechen Sie den Arzt in der Rehaklinik auf Reha-Sport an, spätestens den Hausarzt sobals Sie wieder zuhause sind.

Die Verordnung für Reha-Sport muss enthalten:

  • die Diagnose
  • eine Begründung, warum Reha-Sport nötig sit
  • die Ziele der Maßnahme
  • eine Empfehlung zu Dauer, Anzahl der Sporteinheiten und zur geeigenten Sportart

 

 

Hilfsmittel

Hilfsmittel sollen dabei helfen verlorene Körperfunktionen zu ersetzen oder deren Einschränkungen auszugleichen.

  • Sachleistungen

Hilfsmittel gehören zum Bereich der Sachleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 33 SGB V). Arznei- und Verbandmitteln (§ 31 SGB V) sowie den Heilmitteln (§ 32 SGB V) unterscheiden sich davon in vielerlei Hinsicht.

  • Hilfsmittel-Richtlinie

Die Hilfsmittel-Richtlinie (§ 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V) regelt die Verordnung von Hilfsmitteln. Demnach werden Hilfsmittel so verordnet, dass eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten sichergestellt ist.

  • Hilfsmittelverzeichnis

Hilfsmittel werden im Hilfsmittelverzeichnis geführt. Aufgenommen werden Produkte nur nach einer strengen Qualitätspfrüfung. Im Hilfsmittelverzeichnis werden die Hilfsmittel in unterschiedliche Produktgruppen gegliedert. Das ist wichtig, um die Hilfsmittel untereinander unterscheiden und Indikationen zuordnen zu können. In den jeweiligen Produktgruppen werden die Hilfsmittel weiter unterteilt in Anwendungsorte, Untergruppen und Produktarten.

  • Versorgungshoheit

Die Krankenkasse kann eine Versorgung davon abhängig machen, dass sich der Patient im Umgang mit dem Hilfsmittel ausbilden lässt. Zudem kann der medizinische Dienst jederzeit den Einsatz eines Hilfsmittels prüfen.

Hinweis: Es gibt keinen Anspruch auf die Verordnung eines bestimmten Hilfsmittels. Hilfsmittel, die nicht zum Verbrauch bestimmt sind, gehen nicht in das Eigentum des Patienten über. Der Patient darf es temporär benutzen. Nach der Nutzung wird es vom Versorger abgeholt, gereinigt und gelagert. Daher können Kassen jederzeit auch gebrauchte Hilfsmittel ausliefern.

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

Stand: 23.10.2019

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