Zum Dinner beim Bundesgesundheitsminister

Im Oktober 2019 startete das Bundesministerium für Gesundheit einen landesweiten Aufruf in Deutschlands Krankenhäusern. Gesucht wurden Ideen aus der Praxis, die den Pflegeberuf attraktiver machen könnten. Marina Siskova, Pflegedienstleitung der Nümbrechter Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik, reichte gleich drei Vorschläge ein – und ist jetzt als eine von elf Pflegekräften zum Abendessen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Berlin eingeladen.

Marina Siskova

Rund 6.000 Einsendungen erhielt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), als es Ende 2019 einen postalischen Aufruf an alle deutschen Krankenhäuser verschickte: Im Rahmen der Kampagne „Deutschland braucht mehr Pflege-Kraft“ suchte es nach Ideen und Konzepten, die den Pflegeberuf attraktiver machen könnten. Die Aktion ist eine weitere Maßnahme im Kampf gegen Deutschlands Pflegemangel und den daraus resultierenden Versorgungsengpässen. Auch in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht ging dieser Aufruf ein. Denn die auf orthopädische und neurologische Rehabilitation spezialisierte Klinik verfügt ebenfalls über eine eigene Krankenhausabteilung.

Drei Ideen für Berlin
„Als wir den Brief in den Händen hielten, war klar: Da machen wir mit!“, sagt Marina Siskova, Pflegedienstleitung der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. „Wir setzen regelmäßig neue Maßnahmen um, um den Arbeitsalltag unserer Mitarbeiter immer weiter zu optimieren und die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern. Deshalb fiel uns die Auswahl so schwer, dass wir schließlich drei Vorschläge nach Berlin schickten: Unsere Konzepte zum verbesserten Ausfallmanagement durch vereinbarte Stand-by-Dienste, zur aktiven Einbeziehung unserer Pflegenden in die Dienstplangestaltung sowie die Möglichkeit, den eigenen Arbeitsplatz für eine Woche auf ein Flusskreuzfahrtsschiff für Pflegebedürftige zu verlegen – was wir unseren Mitarbeitern seit Mitte 2019 anbieten.“

Gemeinsames Abendessen mit Jens Spahn
Die Ideen überzeugten in Berlin: Im Dezember hielt Siskova ein weiteres Schreiben des BMG in den Händen. Als eine von nur elf Personen wurde sie für den 15. Januar 2020 zu einem gemeinsamen Abendessen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nach Berlin eingeladen. „Über diese Nachricht haben wir uns riesig gefreut. Die Möglichkeit auf ein so exklusives Gespräch mit Herrn Spahn bekommt man schließlich nicht alle Tage“, sagt Dr. Tim Kleiber, Verwaltungsdirektor der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik. „Der Abend bietet eine ideale Gelegenheit, der Reha-Pflege explizit einmal mehr Gehör zu verschaffen.“

Reha-Pflege ist anders
Bereits seit Jahren engagiert sich die Dr. Becker Klinikgruppe, zu der auch die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik gehört, dafür, Öffentlichkeit und Politik auf die Besonderheiten der Reha aufmerksam zu machen. „Die Arbeit in der Reha unterscheidet sich deutlich von der in einem Krankenhaus“, weiß Kleiber. „Bei uns sind beispielsweise die Aufenthalte der Patienten länger, was eine bessere Pfleger-Patienten-Beziehung fördert. Auch die Arbeitszeiten sind planbar – es fallen keine spontanen Überstunden an.“ Dennoch sei der Pflegemangel auch in der Reha-Branche spürbar. „Die Politik hat die Reha bei neuen Gesetzesentwürfen meistens nicht auf dem Schirm. Wir werden bei Verbesserungen zur Patientenversorgung, Arbeitsbedingungen und Co. schnell vergessen und in Konsequenz durch Gesetze benachteiligt. Deswegen ist es wichtig, dass wir laut sind und uns überall mit unseren Ideen einbringen“, sind sich Siskova und Kleiber sicher.
 

Autor: Dr. Becker Unternehmensgruppe

Stand: 17.01.2020

  • Auf Whatsapp teilenTeilen
  • Auf Facebook teilen Teilen
  • Auf Twitter teilenTeilen
  • DruckenDrucken
  • SendenSenden