Reha stärken – Versorgung von Patienten sichern

Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe, fordert von Gesundheitsministern leistungsgerechte Vergütung der Reha-Leistungen

  • Klare Forderungen für Verbesserung in der Reha-Branche
  • Fachkräfte sichern
  • Wunsch- und Wahlrecht stärken

„Die Versorgung von Patienten in der Rehabilitation ist gefährdet“, warnt Dr. York Dhein, Vorstandsvorsitzender der Johannesbad Gruppe und Mitglied im Vorstand des Verbands der privaten Krankenanstalten Bayern (VPKA). Er betont: „Reha-Einrichtungen müssen qualifizierte Fachkräfte angemessen bezahlen können.“ In einem gemeinsamen Schreiben des Bundesverbands der Privatkliniken (BDPK) und anderer Reha-Einrichtungen heißt es: „Die Vergütungssätze sind weder leistungsgerecht noch kostendeckend und gefährden die Zukunft der rehabilitativen Versorgung.“ Mit den klaren Forderungen wandten sich die Experten im Vorfeld der Gesundheitsministerkonferenz in der kommenden Woche (5./6. Juni) in Leipzig an die Minister.

Patienten ernst nehmen
York Dhein fordert neben der Erhöhung der Vergütungssätze für Reha-Leistungen, dass das Wunsch- und Wahlrecht der Patienten konsequent umgesetzt wird: „Das muss ernst genommen werden. Die Patienten sollen auch unter den zugelassenen und geeigneten Vertragseinrichtungen der Rehabilitation frei wählen können, ohne dafür einen Aufpreis zahlen zu müssen.“ Häufig seien Ablehnungen durch die Krankenkassen nicht nachvollziehbar, oft primär finanziell motiviert. „Damit muss endlich Schluss sein“, betont der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe, zu der zehn Einrichtungen mit mehr als 2.500 Betten in ganz Deutschland gehören. Er sagt: „Ablehnungen dürfen nicht mehr vom Schreibtisch aus erfolgen, sondern nur noch nach persönlicher Begutachtung.“ Es sei Zeit, dafür den Paragraf 40 des Sozialgesetzbuchs zu ändern.
 

Tagessätze in der Reha anpassen
Der Bedarf für Reha-Maßnahmen wird in den kommenden Jahren weiter steigen. „Die Menschen werden älter – sie sollen auch länger fit bleiben, das erspart der Volkswirtschaft Kosten“, erklärt York Dhein. Reha-Kliniken müssten sich diesen Anforderungen stellen. Doch der Fachkräftemangel gefährde aktuell die Versorgung von Patienten. Der Vorstandsvorsitzende der Johannesbad Gruppe kritisiert, „die Benachteiligung der Rehabilitationseinrichtungen gegenüber Krankenhäusern bei der Refinanzierung dringend benötigten Personals.“ Gemeinsam mit den Verbänden und
anderen Reha-Einrichtungen fordert der Gesundheitsdienstleister mit Sitz in München deshalb eine deutliche Anhebung der Vergütung in der Rehabilitation.
Außerdem müsse die Reha-Branche verstärkt Technologien nutzen, um auch in Zukunft die wachsende Zahl an Rehabilitationsbedürftigen gut betreuen zu können. „Wir wollen die Reha zu den Menschen bringen – mit Digitalisierung und Telemedizin“, sagt York Dhein. „Dafür muss die Politik dringend bürokratische Hürden aus dem Weg räumen.“

Autor: Johannesbad Holding SE & Co. KG

Stand: 04.06.2019

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