Im Medical Park Loipl in Bischofswiesen entsteht das erste Zentrum für klinische Neuroplastizität in Deutschland

Das neue ganzheitliche Konzept für Neurorehabilitation, das erstmals in einer Reha-Klinik für Neurologie zum Einsatz kommt, stellte Chefarzt Prof. Dr. Peter Rieckmann mit seinem multidisziplinären Team anlässlich eines internationalen Fachsymposiums in Berchtesgaden vor.

Unser Gehirn kann bis ins hohe Alter wandlungs- und anpassungsfähig bleiben. Es verändert sich dabei stetig – sowohl funktionell als auch strukturell. Diese einzigartige Fähigkeit bezeichnen Wissenschaftler als Neuroplastizität. Wir können sie im Alltag erleben, wenn wir etwas Neues lernen und dafür intensiv üben: Motivation, Repetition, Training, Stimulation und Konsolidierung spielen für den Erfolg des Lernens die wesentlichen Voraussetzungen. Diese fünf Komponenten bilden auch die Grundlage für innovative Therapieansätze in der Neurorehabilitation, beispielsweise bei der Rückbildung von Lähmungen nach einem Schlaganfall.

Erstmals hat jetzt Chefarzt Prof. Dr. Peter Rieckmann zusammen mit seinem multidisziplinären Team unter Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und klinischen Studien ein solches ganzheitliches Konzept in einer neurologischen Fachklinik für Rehabilitation umgesetzt. Im neuen Zentrum für klinische Neuroplastizität (ZKNP) im Medical Park Loipl werden sowohl Patienten mit akuten Schädigungen des Gehirns (z. B. nach Schlaganfall oder Hirntrauma) als auch mit chronisch-neurologischen Erkrankungen wie Multipler Sklerose oder der Parkinson’sche Krankheit erfolgreich behandelt.

Internationales Fachsymposium zum offiziellen Start des ZKNP

Für das Fachsymposium am 19.10.2019 im AlpenCongress Berchtesgaden konnten international renommierte Experten, die wesentlich zur Erforschung der Grundlagen von Neuroplastizität beigetragen haben, als Referenten gewonnen werden. Sie referierten über die Rolle von Musik und Sport in der Rehabilitation sowie über neueste Erkenntnisse zur Verbesserung des Lernens durch Schlaf und gezielte Stimulation von Hirnfunktionen durch Magnetimpulse. Ebenso berichteten Mitarbeiter von Medical Park über die am ZKNP angebotenen innovativen Therapieverfahren. „Wir sehen bei unseren Patienten in erster Linie das enorme Potenzial zur plastischen Neugestaltung des Gehirns. Das ist die Grundlage unseres individuell angepassten, ganzheitlichen Therapiekonzeptes“, erläuterte Rieckmann die neuen Möglichkeiten am ZKNP.

Medical Park CEO Ulf Ludwig betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung des neuen Therapieansatzes als wichtigen Meilenstein für die neurologischen Standorte der Klinikgruppe: „Das ZKNP unterstreicht den Anspruch von Medical Park, einer der führenden Anbieter für Neurorehabilitation auf dem deutschsprachigen Markt zu sein.“

Klinik-Geschäftsführerin Annelore Barth ergänzte „Das Konzept denkt neu in der Rehabilitation – weg von möglichen Defiziten hin zur Eröffnung von Potenzialen. Unsere Klinik beschreitet damit einen sehr engagierten und innovativen Weg zur Verbesserung der Gesundheit unserer aktuellen und zukünftigen Patienten*innen.“

Symposium in Berchtesgaden

Von links nach rechts: Ulf Ludwig (CEO Medical Park Gruppe), PD Dr. Susanne Diekelmann (Uni Tübingen), Teresa Wong (Singapur), Dr. Michael Brinkmeier (Dt. Schlaganfall Hilfe), Prof. Dr. Markus Naumann (Uniklinik Augsburg), Annelore Barth (GF Medical Park Loipl), Prof. Dr. Walter Paulus (Uni Göttingen), Prof. Dr. Andreas Straube (Klinikum Großhadern), Dr. Manuela Macedonia (Uni Linz), Prof. Dr. Dr. h. c. Max Einhäupl (Charité Berlin & Vorsitzender des Ärztlichen Beirats der Medical Park Klinikgruppe), Dr. Daniel Scholz (Hochschule für Musik Hannover), Dr. Dr. Roman Gonzenbach (Rehazentrum Valens), Prof. Dr. Peter Rieckmann (Chefarzt Medical Park Loipl)

Neuroplastizität

  • Unser Gehirn kann bis ins hohe Alter wandlungs- und anpassungsfähig bleiben. Es verändert sich dabei stetig - sowohl funktionell als auch strukturell. Diese einzigartige Fähigkeit bezeichnen Wissenschaftler als Neuroplastizität.
  • Wir können sie im Alltag erleben, wenn wir etwas Neues lernen und dafür intensiv üben: Motivation, Repetition, Training, Stimulation und Konsolidierung sind für den Erfolg des Lernens die wesentlichen Voraussetzungen. Diese 5 Komponenten bilden auch die Grundlage für innovative Therapieansätze in der Neurorehabilitation – z. B. bei der Rückbildung von Lähmungen nach Schlaganfall.
  • Erstmals hat jetzt Prof. Dr. Peter Rieckmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie zusammen mit seinem multidisziplinären Team unter Einbeziehung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und klinischen Studien ein solches ganzheitliches Konzept am Medical Park Loipl in Bischofswiesen umgesetzt.
  • Im neu gegründeten Zentrum für klinische Neuroplastizität (ZKNP) werden sowohl Patienten mit akuten Schädigungen des Gehirns (z. B. nach Schlaganfall oder Hirntrauma) als auch chronisch-neurologische Erkrankungen (wie Multiple Sklerose oder die Parkinson‘sche Krankheit) nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgreich behandelt.
  • „Wir sehen bei unseren Patienten in erster Linie das enorme Potenzial zur plastischen Neugestaltung des Gehirns, welches die Grundlage unseres individuell angepassten, ganzheitlichen Therapiekonzeptes darstellt“, freut sich Chefarzt Prof. Dr. Peter Rieckmann.

Was ist Neuroplastizität?

Unter Neuroplastizität versteht man das Potenzial von Nerven, deren direkten Verbindungen untereinander (Synapsen) aber auch ganzer Hirnareale, sich zwecks Optimierung laufender Prozesse nutzungsabhängig in ihrer Gestalt (Anatomie) und Funktion (Physiologie) zu verändern. Diese Eigenschaft besitzt das Gehirn ein Leben lang.

Wo nutzen wir Neuroplastizität?

Diese Eigenschaft des Nervensystems ist relevant für die normale kindliche Entwicklung, unsere Gedächtnisleistung, soziale Interaktionen, unser lebenslanges Lernen, Training für sportlichen Wettkampf sowie Rehabilitation erworbener und angeborener Störungen des Gehirn und Rückenmark.

Was ist Neurogenese?

Im Laufe des Lebens werden in bestimmten Bereichen des Gehirns immer wieder neue Nervenzellen aus Stammzellen gebildet. Diesen Prozess können wir ebenfalls fördern – vor allem durch regelmäßiges körperliches Fitnesstraining.
Beide Prozesse (Neuroplastizität und Neurogenese) werden auch durch Ernährung, unsere Stimmung, soziale Interaktionen und mentales Training beeinflusst.

Lesen Sie im nachfolgenden PDF den kompletten Text:

PDF öffnenErstes Zentrum für klinische Neuroplastizität in Deutschland

Autor: Medical Park

Stand: 23.10.2019

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