Dem Pflegemangel mit Innovation begegnen

Um den Arbeitsalltag für ihre Pflegefachkräfte attraktiver zu gestalten, hat die Dr. Becker Klinikgruppe zum ersten Innovations-Workshop Pflege geladen. Dabei waren Petra Stolte-Quermann, Pflegedienstleitung der Dr. Becker Klinik Möhnesee und ihre Kolleginnen Petra Rösler und Gudrun Schönfeld.

Der Pflegenotstand ist eine reale Bedrohung für die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Um diesen abzuwenden, gilt es, heute die richtigen Maßnahmen zu treffen und die Pflege von morgen zu denken. Petra Stolte-Quermann, Pflegedienstleitung in der Dr. Becker Klinik Möhnesee, ist dazu mit ihren Kolleginnen Petra Rösler und Gudrun Schönfeld kürzlich zu einem klinikübergreifenden Pflege-Innovationsworkshop in das oberbergische Nümbrecht gereist.

Digitale Prozesse für echte Team-Arbeit

„Der Pflegemangel stellt uns alle vor Herausforderungen“, kommentiert Tobias Hummel, Geschäftsführer der Dr. Becker Klinikgruppe, zu der auch die auf psychosomatische, kardiologische und psychokardiologische Reha spezialisierte Dr. Becker Klinik Möhnesee gehört. Viele Gesundheitseinrichtungen würden daher mit immer mehr Geld und hohen Wechselprämien locken. „Aber auch das höchste Gehalt kann nicht über Zustände auf der Arbeit hinwegtrösten, die einen unglücklich machen. Deshalb setzen wir darauf, Strukturen zu optimieren und Prozesse zu digitalisieren, um die Pflegenden zu entlasten, echte Team-Arbeit zu fördern und wirklich Zeit für den Patientenkontakt zu geben.“

Um gemeinsam Konzepte für einen besseren Arbeitsalltag der Pflegenden zu entwickeln, sind in der vergangenen Woche 22 Pflegekräfte aus den bundesweit neun Rehakliniken der Dr. Becker Klinikgruppe zu einem zweitägigen Innovationsworkshop mit der Geschäftsleitung der Klinikgruppe zusammengekommen. Punkte, die diskutiert wurden, waren unter anderem, wie und wodurch die Pflegenden entlastet werden können und wie sich das Ausfallmanagement optimieren lässt. „Der Austausch mit meinen Kollegen war sehr bereichernd“, sagt Pflegedienstleitung Petra Stolte-Quermann. „Uns alle treiben ähnliche Fragen um, aber wir haben unterschiedliche Ideen, diesen zu begegnen. Von den Erfahrungen der anderen lernen zu können, hat mich weitergebracht.“

Gelebte Innovation

Im letzten Sommer ist die Dr. Becker Klinikgruppe als innovativstes Reha-Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet worden. „So ein Siegel verpflichtet, daher war es höchste Zeit, dass wir auch unsere Pflege mit mehr Innovation beleben“, sagt Dr. Alina Dahmen, Geschäftsleiterin der Klinikgruppe. „Ein ‚Das war schon immer so‘, gibt es bei uns nicht.“ Im Rahmen des Workshops wurde so auch hinterfragt, ob die Pflegenden ihren Frühdienst weiterhin um sechs Uhr morgens beginnen müssten. Diese Zeit sei historisch gewachsen – durch die Ordensschwestern, die nach dem Frühgebet ihren Dienst antraten. „Aber diese Dienstzeit passt nicht zu der heutigen Lebenswirklichkeit, gerade im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kitas und Schulen öffnen nicht um fünf Uhr morgens. Also schauen wir, ob wir nicht Dinge ändern können, um Eltern, die in der Pflege tätig sind, Entlastung zu bieten“, so Dahmen.

Reha-Pflege ist anders

Die Arbeit in der Reha biete gute Voraussetzungen dafür, die Pflege neu zu denken. „Reha-Pflege ist anders“, weiß Pflegedienstleitung Stolte-Quermann. „Wir haben hier mehr Zeit für unsere Patienten – und den Mut, festgefahrene Rahmenbedingungen zu hinterfragen und zu verändern. Es ist schön, dass der Innovationsworkshop einen Rahmen dafür bietet.“

Pflege Innovationsworkshop

22 Pflegefachkräfte der Dr. Becker Klinikgruppe sind mit der Geschäftsleitung zusammen gekommen, um über Ideen zu diskutieren, wie die Pflege der Zukunft gestaltet werden kann. Mit dabei waren auch Petra Stolte-Quermann, Petra Rösler und Gudrun Schönfeld aus der Dr. Becker Klinik Möhnesee.
Bildrechte: Jonna Beyering / Dr. Becker Klinikgruppe


 

Autor: Dr. Becker Unternehmensgruppe

Stand: 09.03.2020

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