Damit die Mitarbeiter lange fit bleiben

Gesunde und motivierte Mitarbeiter – betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) unterstützt Unternehmen bei diesem Ziel. Doch noch gibt es großen Handlungsbedarf, wie der heute (Mittwoch, 4. Juli 2018) in Berlin veröffentlichte Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt. Laut Report scheidet mehr als jeder zweite Erwerbstätige vor dem offiziellen Renteneintrittsalter aus dem Arbeitsleben aus.

Darunter jeder Siebte (13,5 Prozent) aufgrund von Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Schwerbehinderung. „BGM schafft bessere Voraussetzungen für Körper und Psyche der Mitarbeiter“, erklärt Dr. Johannes Zwick. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Johannesbad Gruppe ergänzt: „An Maßnahmen für den Erhalt der Arbeitskraft von Mitarbeitern wird immer noch gespart.“ Dem wirkt die Johannesbad Gruppe entgegen – sie berät und begleitet Unternehmen im BGM und geht selbst mit gutem Beispiel voran.

Der TK-Gesundheitsreport hat ergeben, dass von einer Frühverrentung besonders häufig Beschäftigte mit körperlich belastenden Berufen betroffen seien. So ist das Risiko, berufs- oder erwerbsunfähig zu werden, im Bau- und Holzgewerbe 1,8-mal höher als in der Vergleichsgruppe. Das gilt auch für Verkehrs- und Lagerarbeiter (1,6-mal höheres Risiko) sowie für die Beschäftigten aus der Metallbranche (fast 1,6-mal höheres Risiko). „Hier helfen gezielte Programme zum Umgang mit der Belastung, damit der Mitarbeiter länger fit bleibt“, betont Fred Tomaka, Leiter des Geschäftsbereichs BGM der Johannesbad Gruppe.

Spezielle Programme gegen lange Ausfallzeiten

Dr. Johannes Zwick verweist darüber hinaus auf das mittlere Management. Hauptproblem sei hier die hohe psychische Belastung, was oft in Formen eines Burnouts mündet. Der Mediziner erklärt: „Diese Menschen befinden sich in einer Sandwich-Position zwischen Unternehmensführung und einfachen Angestellten. So bekommen sie Druck von oben wie von unten.“ Gerade die Folgen unterschätzten Firmen immer noch: dies kann eine Fehlzeit von mindestens sechs Monaten und danach eine langsame, stundenweise Wiedereingliederung bedeuten.

Entscheidend sei laut Fred Tomaka die Analyse: Wo liegen die häufigsten Probleme im Unternehmen? „Bei einer Baufirma werden das vor allem Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates sein, bei einer Softwarefirma eher stressbedingte Erkrankungen wie Burnout.“ Anschließend entwickelt die Johannesbad Gruppe passgenaue Programme – zugeschnitten auf die jeweiligen Unternehmen mit Schulungen vor Ort. An einem Wochenende in einer der Johannesbad Kliniken erfährt die Belegschaft Teambuilding und Gesprächskultur. „Hier werden Probleme offen angesprochen“, sagt Fred Tomaka. „Manche Unternehmen schicken uns auch einzelne, besonders gefährdete Mitarbeiter für zwei, drei Wochen in eine der Kliniken, in denen wir speziell für dieses Unternehmen ein Behandlungsprogramm aufgebaut haben.“

Damit auch ältere Beschäftigte fit bleiben                                     

Der TK Gesundheitsreport dokumentiert außerdem, dass ältere Beschäftigte die meisten Arzneimittel zu sich nehmen. Sie erhielten mit 665 Tagesdosen fast drei Mal so viel Arzneimittel wie der Durchschnitt der Erwerbstätigen (245 Tagesdosen). Dabei machten Herz-Kreislaufmedikamente den größten Anteil aus. Auch bei den Medikamenten für das Nervensystem, überwiegend Antidepressiva, liegen die Berufstätigen zwischen 60 und 64 Jahren über dem Durchschnitt. „Hier müssen Unternehmen frühzeitig ansetzen“, betont Dr. Johannes Zwick. „Nur so bleiben Mitarbeiter lange fit und motiviert.“

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

Stand: 30.07.2018

Quelle:

Bild und Text: Johannesbad Holding SE & Co. KG

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