Skoliose

Als Skoliosen bezeichnen Mediziner seitliche Verbiegungen der Wirbelsäule mit einer Verdrehung der Wirbelkörper. Eine Skoliose kann alterungsbedingt sein oder angeboren. Die degenerative Form der Skoliose bei Erwachsenen ist meist eine Folge starker Belastung der Wirbelsäule und/oder begleitender Erkrankungen wie Osteoporose, Arthrose, Bandscheibenvorfällen oder anderen Schäden an der Wirbelsäule. Die Ursachen für die angeborene Form der Skoliose bei Kindern sind nicht bekannt. Skoliosen werden zunächst ohne Operation durch Korsetts, Schmerzmittel und Physiotherapie behandelt. Reicht das nicht aus, kommen Operationen infrage, bei denen die Wirbelsäule künstlich versteift (degenerative Skoliose) oder das Wachstum der Wirbelsäule umgelenkt wird (Skoliose bei Kindern).

Symptome

Skoliose
  • Rückenschmerzen, verstärkend bei Bewegungen
  • Rückenschmerzen durch eingeklemmte Nerven, beispielsweise Ischialgie
  • Taubheitsgefühle, Missempfindungen und Lähmungsgefühle in den Gliedmaßen
  • Störungen der Reflexe
  • nachlassendes Vermögen, den Rücken gerade zu halten
  • sichtbare Veränderungen wie einseitig tiefer hängende Schulter, einseitig herausragendes Schulterblatt, schiefstehendes Becken mit einseitig höherem Beckenkamm, einseitig erhobene Rippen (sogenannter Rippenbuckel) einseitige hervortretende Muskeln im Lendenbereich (sogenannte Lendenwulst) beim Herunterbeugen des Oberkörpers und einseitige Beinverkürzung

Ursachen

  • meist alterungs- beziehungsweise verschleißbedingt
  • begünstigt durch Arthrose, Osteoporose (Knochenschwund) oder Bandscheibenschäden
  • Muskelschwund und Bewegungsmangel
  • Wirbelkörperbrüche durch Unfälle
  • Skoliose bei Kindern: Wachstumsstörung aus ungeklärter Ursache

Behandlung

  • stützende Maßnahmen wie Korsetts
  • Physiotherapie für Muskelaufbau
  • medikamentöse Schmerztherapie mit Ibuprofen, Indometacin, Ketoprofen, Naproxen, Felbinac und Diclofenac sowie Glukokortikoiden, bei starken Schmerzen zum Beispiel opioide Schmerzmittel wie Tramadol und Tilidin
  • notfalls Operation, um Wirbelsäule mit Schrauben oder Stäben zu versteifen
  • bei Kindern Korsetts, um das Wachstum der Wirbelsäule zu lenken; notfalls Operation der Wirbelsäule

Selbsthilfe und Vorbeugung

  • Stärkung der Rückenmuskulatur durch Physiotherapie oder rückenfreundliche Sportarten
  • Erlernen von rückenfreundlichen Bewegungsabläufen in einer Rückenschule
  • frische, abwechslungsreiche Ernährung, auch mit Milch und Milchprodukten, um Knochenaufbau im Wachstum zu fördern und Knochenschwund bei Erwachsenen und im Alter zu verringern

Autor: Redaktion Rehakliniken Online

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