Rheuma bei Kindern

Fälschlicherweise wird der Begriff Rheuma bis heute häufig mit altersbedingten Erkrankungsformen verbunden. Doch vor allem die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen treten häufig im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter auf und betreffen in Deutschland etwa 40.000 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

Kinderrheuma

Während des Wachstums des Kindes treten immer weider sogeannte Wachstumsschübe auf. Dabei treten bei Kindern recht häufig Beschwerden auf. 5 - 10 Prozent der Schulkinder klagen einmal über Schmerzen in den Gelenken. Diese Wachstumsschmerzen betreffen häufig die Kniegelenke und verschwinden meist nach einigen Wochen, oder im schlimmsten Fall Monaten, ohne Schäden zu hinterlassen.

Sofern andere Gelenke, insbesondere die kleinen Gelenke und Händen und Füssen, betroffen und geben Schwellungen und Erwärmungen einen Hinweis auf eine Entzündung, so sollte unbedingt Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, denn es könnte sich um Kinerrheuma handeln. Bei Kindern kommen Arthrosen, Verschließerscheinungen die an Gelenken älterer Menschen auftreten, nicht vor. Kinderrheuma ist einen Gelenkentzündung, eine Arthritis. Die juvenile idiopathische Arthritis, kurz JIA, ist die häufigste rheumatische Erkrankung bei Kindern. Etwa 15.000 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren leiden laut Deutscher Gesellschaft für Rheumatologie unter dieser Erkrankung, die in ihren Ausprägungen häufig mit Arten der rheumatoiden Arthritis bei Erwachsenen vergleichbar ist.

Je nachdem welche Gelenke betroffen sind fangen Kinder an zu hinken oder haben Schwirigkeiten beim Greifen und Schreiben.An Rheuma erkrankte Kinder reagieren auf den Schmerz oftmals mit Schonhaltungen oder meiden schmerzliche Bewegungen komplett. Besteht die Erkrankungen schon über einen längeren Zeitaum können die betroffenen Kindern bei Spiel und Sport nicht mehr mithalten. Je jünger die Kinder sind um so größer ist die Gefahr, dass ihre motorische Entwickl8ng gestört wird. 

Formen des Kinderrheuma

Es werden zwei Formen von Kinderrheuma unterschieden: die akute und die chronische Form. Bei der akuten Form kommt es nicht zu einer substanziellen Schädigung der betroffenen Gelenke, bei der chronischen Form kann dies leider nicht ausgeschlossen werden.

Am häufigsten ist aber die akute Form, wenn mehrere Gelnke betroffen sind spricht man von einer juvenilen Polyarthritis. Diese werden duch Infektionen ausgelöst, zum Beispiel durch Rötelviren oder auch durch Bakterien (Streptokokken, Yersinien oder Salmonellen). Die akuten Gelenkentzündungen halten oftmal nur einige Tage oder wenige Wochen an, nur in seltenen Fällen aber auch bis zu zwei Jahren.

Auch die chronisch juvenile Arthritis kann durch Infektionen ausgelöst werden, die genaue Ursache ist aber meistens unbekannt. Die Krankheit beginnt meistens schleichend und es kann vorkommt, dass Sie über Monate und JAhre verborgen bleibt. Dabei könnte einen frühe Diagnose und somit ein früher Beginn einer Therapie, verhindern, dass die Gelnke des Kindes auf Dauer geschädigt werden.

Ein besonders aggressive Form der juvenilen chronischen Arthritis ist das Stillsyndrom (Morbus Still).Die Erkrankung beginnt schon im frühesten Kindesalter, in den meisten Fällen zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr. Es kommt zu hohen Fieber und auch die Organe werden befallen, früher kam es dadurch sogar zu Todesfällen.Bei unzureichender Behandlung kann es auch heute noch bereits nach kurzem Krankheitsverlauf zu schlimmen Langzeitschäden kommen, die nicht mehr zu beheben sind.

Spezielle Therapien

Die medikamentöse Therapie unterscheidet sich nciht von der Therapie bei Erwachsenen, nur die Dosis der Medikamente ist anders. Unterschiede gibt es aber in der Bewegungstherapoie. Bei Kinder geht es nciht nur darum die Beweglichkeit so gut wie möglich zu erhalten, es geht auch darum bei heranwachsenden Kind Gelenkfehlstellung zu vermeiden.

Kinder mit Rheuma schonen die betroffenen Gelenke, ohne dass sie dies selber bemerken. Die Schonhaltung festigt sich immer mehr und wurd zu einer andauernden Fehlbelastum im Alltag. Nach und nach verändert sich die Muskelstruktur. Muskeln, Sehne und Bänder verkürzen sich. Dagegen hilfr nur eine qualifizierte Krankengymnastik bei der das Zeil, nämlich die Wiederherstellung der vollen Gelenkfunktion und die Widerherstellung von normalen Bewegungen nicht aus den Augen verloren werden darf.  

Wann sollten Sie zum Arzt?

Die Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie hat auch für Kinder eine Art Checkliste erstellt, die auf Symptome rheumatischer Erkrankungen hindeuten kann. Eltern sollten mit ihrem Kind den Kinderarzt aufsuchen, wenn mindestens eine der folgende Gegebenheiten beobachtet wurde:

  • das Kind hinkt, will nicht laufen, macht ungewöhnliche Bewegungen beim Greifen
  • das Kind leidet unte Fieberschüben ohne erkennbare Ursache
  • das Schulkind klagt über Fersen- und Rückenschmerzen
  • das Knie des Kindes ist ohne erkennbare Ursache über einen längeren Zeitraum geschwollen
  • das Kind klagt über Schmerzen in einem oder mehreren Gelenken, die Gelenke sind dabei gerschwollen und erwärmt
  • das Kleinkind konnte bereits laufen, möchte nun aber lieber wieder getragen werden
  • nach dem Aufstehen zeigen sich Symptome von Steifigkeit
  • die Regenbogenhaut von einem oder beiden Augen des Kindes ist entzündet
  • am Körper zeigen sich Hautausschläge ohne erkennbaren Grund, evtl. in Verbinduing mit Fieber

Nicht immer muss zwangsläufige eine rheumatische Erkrankung dahinter verborgen sein, aber eine frühzeitige KLärung hilft bleibende Schäden zu vermeiden.

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