Leben mit Rheuma

Besser mit Rheuma leben bedeutet vor allem Lebensqualität - durch eine Therapie, die ein aktives Leben mit sozialer Teilhabe ermöglicht und so Lebensfreude schafft.

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Die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises verursachen eine fast unüberschaubare Vielfalt an Symptomen, die sich bei jedem Einzelnen anders zeigt. Es kann durchaus sein, dass sich Rheuma nur durch trockene Augen oder trockene Schleimhäute äußert, bei anderen Betroffenen oder Rheumaformen entzünden sich Mundschleimhaut und Zahnfleisch – mitunter sterben auch Zellen des Zahnfleisches ab. Entzündete Blutgefäße sind ein weiteres Symptom. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind mit Rheuma aber Erkrankungen der Gelenke gemeint – und um diese Rheumaformen geht es nachfolgend im Wesentlichen.

Chronische Schmerzen und Bewegungseinschränkungen

Gemeinsam ist den rheumatischen Erkrankungen von Arthrose über Arthritis bis Fibromyalgie oder Sjögren-Syndrom der chronische Verlauf. In den meisten Fällen gehen rheumatische Erkrankungen außerdem mit chronischen Gelenkschmerzen und fortschreitenden Bewegungseinschränkungen einher. In der Schmerztherapie und der Mobilisierung liegt auch der Schlüssel, um besser mit Rheuma leben zu lernen.

Rheumatische Erkrankungen sind – wie alle anderen Krankheiten auch – leichter zu behandeln, wenn sie früh erkannt werden. Bei einem Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung sollten Sie daher so schnell wie möglich ärztliche Hilfe suchen. In der rechtzeitigen Diagnose einer rheumatischen Erkrankung liegen Krux und Chance einer erfolgreichen Therapie. Die Krux ist, dass Rheuma nicht ohne Weiteres immer sicher als Auslöser von Beschwerden zu erkennen ist. So vergeht zuweilen einige Zeit, bis eine rheumatische Erkrankung diagnostiziert und gezielt behandelt wird. Die Chance liegt darin, dass Rheumatologen mit einem breiten Inventar an Behandlungsmöglichkeiten die Beschwerden lindern und den Verlauf von Rheuma verlangsamen können. Darauf allerdings bleibt die Therapie in aller Regel beschränkt. Denn eine weitere Gemeinsamkeit trifft auf die meisten rheumatischen Erkrankungen zu: Sie sind gegenwärtig nicht heilbar, weil die Ursachen entweder unbekannt oder mit medizinischen Mitteln nicht in den Griff zu bekommen sind.


Selbsthilfe bei rheumatischen Erkrankungen

Wenn das Küchenmesser nicht mehr zu halten ist, mit der Zahnbürste die Putzbewegungen kaum noch möglich sind oder die Gangschaltung des Autos nicht zu bewegen ist, leidet die Lebensqualität. Spezielle Hilfsmittel können den Alltag erheblich erleichten. Es gibt ergonomisch geformete Flaschneöffner, Messer die Schneiden ohne großen Kraftaufwand ermöglichen, Handys mit extragroßen Tasten, Hilfen um Socken anzuziehen und vieles mehr. Auch Knopf-Schließer, Garn-Einfädler oder Reßverschluss-Hilfen sind erhältlich.

Weiteren Gelenkschäden vorbeugen

Besser mit Rheuma leben bedeutet aber vor allem, gezielt Vorsorge zu betreiben, damit die Gelenke nicht noch mehr Schaden nehmen. Hier spielt Bewegung eine ganz besondere Rolle. Der Ausspruch „Wer rastet, der rostet“ hat bei Arthrose oder Arthritis und Gelenkschmerzen herausragende Bedeutung. Auch wenn es vielen Rheumatikern schwerfällt: Bewegung ist das beste Mittel gegen Gelenkschmerzen. Wer seine Gelenke in Bewegung hält und die umgebende Muskulatur stärkt, erzielt deutliche schnellere und nachhaltigere Therapieergebnisse als Menschen, die alleine auf Medikamente oder physikalische Therapien wie Wärme- oder Kältebehandlungen setzen.

 

Autor: Charly Kahle

Stand: 21.03.2018

Quelle:

www.meine-gesundheit.de

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