m&i-Fachklinik Herzogenaurach

m&i-Fachklinik Herzogenaurach

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Hintergrund

Trotz extrem unterschiedlicher Verläufe zeigen Studien, dass nach einer COVID-19-Erkrankung eine Vielzahl von Beschwerden auch Monate nach der akuten Erkrankung anhalten können. Diese werden unter dem Begriff Post- COVID-Syndrom bzw. Long-COVID-Syndrom zusammengefasst und haben deutliche Auswirkung auf den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen.

Im Rahmen des Long-COVID-Syndroms treten Beschwerden aus verschiedensten Bereichen auf:

  • Internistisch: (pulmonal, kardial, nephrologisch)
  • Neurologisch (Nervenentzündungen, Hirnentzündungen)
  • Neuropsychologisch (Konzentrationsstörungen, chronisches Fatigue-Syndrom, Depressionen)

Diese bedürfen einer adäquaten Rehabilitation in entsprechend kompetenten Zentren mit interdisziplinärem Therapieangebot.

Welche Patient:innen können aufgenommen werden?

Aufgenommen werden können Patient:innen nach einer durchgemachten und nicht mehr infektiösen COVID- Erkrankung:

  • Patient:innen mit persistierenden neurologischen Defiziten (Riech- und Schmeckstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Sensibilitätsstörungen, Störungen)
  • Patient:innen mit zusätzlichen Störungen der Belastbarkeit von Herz und Lunge (Luftnot/Husten, Leistungsknick).
  • Zusätzliche psychologische Beeinträchtigungen durch Isolierungs- und intensivmedizinische Maßnahmen mit Ängsten/Depressionen, teils posttraumatische Belastungsstörungen.

Anmeldung als neurologische Rehabilitationspatient:innen möglich über folgende Diagnosen:

  • Post-COVID-Syndrom (Fatigue-Syndrom, analog G93.3)
  • Schwere Critical-illness-PNP (z. B. Zustand nach Beatmung und Phase C oder B, analog G62.9)

Moderne Diagnostik für eine optimale Behandlung (teilweise in Kooperation)

  • Neurologie: Körperliche Untersuchung bezüglich Sensibilität und Motorik, Geschmacks- bzw. Geruchsprüfung.
  • ­Neurologische Elektrophysiologie: EEG, NLG, evozierte Potenziale, EMG, MEP
  • ­Neuropsychologie: Kognition und Konzentrationsstörungen sowie kognitive Fähigkeiten
  • ­Innere Medizin: EKG, 24-Stunden-EKG, Belastungs-EKG, 24-Stunden-Blutdruck-Messung
  • ­Röntgen: konventionelles Röntgen
  • ­Durchleuchtung, Analysen des Schluckaktes
  • ­Ultraschall – Abdomen, farbkodierte Gefäßuntersuchungen
  • ­Herzecho
  • ­Spirometrie mit Blutgasanalyse (BGA) und Laktatanalysen
  • ­Endoskopie – Gastroskopie, Rektoskopie, Bronchoskopie, Laryngoskopie
  • ­Anlage von Ernährungssonden (z. B. PEG, PEJ für Duodopapumpe)
  • ­Hauseigenes Labor, Kooperation mit ext. Laboren
  • ­MRT in Kooperation
  • ­Orthopädie/Unfallchirurgie: ggf. zeitnahe konsiliarische Diagnostik und Therapie

Therapie

  • ­Aktivierend-therapeutische Pflege
  • ­Physio- und Atemtherapie, insbesondere Intervall- und Achtsamkeitstraining
  • ­Individuelle physikalische Therapie
  • ­MTT zur Steigerung der Leistungsfähigkeit, individuell angepasst an die Defizite des:der Patient:in
  • ­Ergotherapie, z. B. angepasstes motorisch-funktionelles Training, ADL-Training
  • ­Logopädie, z. B. Stimmübungen
  • ­Psychologie/Neuropsychologie, z. B. Angstabbau, Katharsis, Depressionsbehandlung
  • ­Klinische Sozialarbeit/Angehörigenberatung: Wiedereingliederung in Beruf und Familie
  • ­Ernährungsberatung: spezifische Kost zur Behandlung von neurologischen Spätfolgen

Der Weg zu uns

Stationäre medizinische Rehabilitation: der:die behandelnde Arzt:in beantragt für den:die Patient:in eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme beim zuständigen Kostenträger. Die Kostenübernahmeerklärung ist mit dem Reha-Antrag an unsere Aufnahmeabteilung zu senden. Nach Vorliegen der Kostenübernahmeerklärung wird dem:der Patient:in der definitive Aufnahmetermin mitgeteilt.

Anschlussheilbehandlung/Anschlussrehabilitation:  Bei Vorliegen einer AHB-Indikation werden die Patient:innen telefonisch so früh wie möglich von dem einweisenden Krankenhaus bei unserer Aufnahmeabteilung angemeldet. Zugleich muss vom Sozialdienst der Akutklinik die Kostenübernahme beim zuständigen Kostenträger beantragt werden. Der:Die Patient:in sollte frühmobilisiert sein.


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