Tag der Kinderhospizarbeit

Grüne Bänder mit der Aufschrift „1o.o2“ leuchteten an der Orangerie der Herrenhäuser Gärten, als Ernst August Erbprinz von Hannover am Samstag das Wort für die Kinderhospizarbeit ergriff. Als Schirmherr der zentralen Veranstaltung des Deutschen Kinderhospiztages forderte er in Hannover dazu auf, die Kinderhospizarbeit nach Kräften zu unterstützen: „Wir müssen die Hospizarbeit – und ganz besonders die Kinderhospizarbeit – als die wichtige gesellschaftliche Aufgabe würdigen, die sie ist, und den dort Mitarbeitenden die nötige Anerkennung zollen.“

 

Mit dem grünen Band zeigte auch er seine Solidarität mit den betroffenen Familien. In einer Gedenkminute setzten mehrere hundert Anwesende ein Zeichen der Verbundenheit. Gemeinsam entzündeten sie eine Kerze für die bereits verstorbenen Kinder und Jugendlichen.

Während der Erbprinz sprach, flatterten an vielen Orten Deutschlands, auf Plätzen, an öffentlichen Gebäuden, Bäumen, Läden und Autos die grünen Bänder. Sie sollen die lebensverkürzend erkrankten Kinder und Jugendlichen in ihren Familien symbolisch mit ihren Freunden und Unterstützern verbinden.

Bürgerliches Engagement unverzichtbar

Am 10. Februar jedes Jahres machen Freiwilligen-Aktionen in ganz Deutschland auf die Situation der betroffenen Kinder und Jugendlichen, ihren Geschwistern und Familien aufmerksam. Martin Gierse, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhospizvereins e.V., wies darauf hin, dass die Kinderhospizstiftung und der Verein alle Familien erreichen wollen, die ein Kind mit einer lebensverkürzenden Erkrankung haben. Ernst August von Hannover hob in diesem Zusammenhang den großen Einsatz der Ehrenamtlichen hervor: „Hospizarbeit wäre nicht möglich ohne die vielen engagierten Menschen, die ihre Freizeit in den Dienst der guten Sache stellen.“

Der 10. Februar als Auftakt für 365 Tage Kinder- und Jugendhospizarbeit

In den Herrenhäuser Gärten tauschten sich erkrankte Kinder und Jugendliche, ihre Geschwister, Mütter und Väter aus mit Unterstützern und Botschaftern des Kinderhospizvereins. Phil Stauffer moderierte die zentrale Veranstaltung: Mit Karsten Stanberger und seinem Buch „Grasbeißerbande“ standen inspirierende Fragen von Kindern mit lebensverkürzenden Erkrankungen ebenso auf dem Programm wie musikalische Beiträge des Kozma Orkestar und des Polizeiorchesters Niedersachsen. Auch das Hannoveraner Schriftstellerpaar Ulrike Gerold und Wolfram Hänel, Schirmherren des Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Hannover, beteiligten sich mit einer Lesung am Programm.

Das ganze Jahr über bringen sich die Botschafter für die Kinder- und Jugendhospizarbeit ein: Handball-Legende Heiner Brand, der Musiker Gregor Meyle und Ralph Caspers von der Sendung mit der Maus genauso wie der frühere Fußballnationalspieler Jens Nowotny und die Schauspieler Jasmin Schwiers und Oliver Stokowski. Ralf Backwinkel, Vorstandsmitglied der Deutschen KinderhospizSTIFTUNG, sieht den 10. Februar stellvertretend für die Aktivitäten des Jahres und darüber hinaus: „Die betroffenen Familien müssen sich auf die Begleitung verlassen können, solange sie sie benötigen. Hierfür braucht es wiederum einen verlässlichen finanziellen Rahmen. Wir als KinderhospizSTIFTUNG tragen unseren Teil dazu bei und sind begeistert, wie sehr sich auch die Botschafter engagieren.“Prinzenpaar mit Martin Gierse - Xollin Rimbach

Über den Tag der Kinderhospizarbeit:

Der bundesweite „Tag der Kinderhospizarbeit“ macht jeweils am 10. Februar (erstmalig im Jahre 2006) auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung und deren Familien aufmerksam. Als Zeichen der Verbundenheit sind alle Menschen aufgerufen, die grünen Bänder der Solidarität z. B. an Fenstern, Autoantennen oder Bäumen zu befestigen. Das gemeinsame Band soll die betroffenen Familien mit Freunden und Unterstützern symbolisch verbinden.

Betroffene Familien, Initiativen, ambulante und stationäre Kinderhospize machen die Bevölkerung durch Aktionen auf den „Tag der Kinderhospizarbeit“ und die Kinderhospizarbeit in Deutschland aufmerksam.

 

 

 

 

 

Quelle: Text und Bilder
Deutscher Kinderhospizverein e.V.

 

 

 

 

 

 

 

 

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