Kur oder Reha?

 

Seit der großen Gesundheitsreform im Jahr 2000 wird der Begriff „Kur“ im Bereich der medizinischen Rehabilitation nicht mehr verwendet. Umgangssprachlich spricht man aber immer noch von der Kur, insbesondere wenn es um Vorsorgemaßnahmen geht die einen gesund erhalten sollen. Der Ausdruck „ich gehe in Kur“ ist noch heute bei vielen Patienten geläufig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Anspruch auf Kur zur Erhaltung der Gesundheit im SGB IX (Sozialgesetzbuch) verankert. Was früher nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten war, ist somit heute für jeden gesetzlich Kranken- und Rentenversicherten möglich. Die größten Kostenträger für Versicherte bei Rehabilitationen sind die Deutsche Rentenversicherung und die Krankenkassen.

Körperliche und seelische Leiden und Belastungen erfordern gründliche Behandlungen und Genesung, damit die Betroffenen ihr Leben und ihren Alltag wieder meistern können.

Die Vorbeugung bei sich anbahnenden Erkrankungen, der Erhalt der Gesundheit in instabilen Lebensphasen sowie die Genesung nach Krankheiten, Operationen und Unfällen sind Gründe, die für eine Kur- oder Rehabilitationsmaßnahme sprechen.

Kurorte und Heilbäder verwenden in ihren Informationsbroschüren auch noch immer den Begriff „Kur“. Der selbstzahlende Kurgast soll umworben werden und für eine Kur gewonnen werden. Kurorte befinden sich meist in landschaftlich schöner Lage, verfügen über Heilquellen, Heilklima oder andere Besonderheiten, die das gesund werden und bleiben ermöglichen.

Prävention - beugen Sie vor

Wenn Sie das Gefühl haben, die Anforderungen des Alltags wachsen Ihnen über den Kopf, die Leistungskurve lässt nach, Sie fühlen sich matt und unaktiv, dann sprechen Sie rechtzeitig mit Ihrem Arzt. Er besitzt die Kompetenz, die präventive Notwendigkeit einer Kurmaßnahme festzustellen und kann Sie beraten. Eingebettet in die Infrastruktur eines anerkannten Kurortes wird Ihnen die Möglichkeit gegeben, Ihren Gesundheitsstatus auf den Prüfstand zu stellen und mit Präventionsmaßnahmen ernsthafte Erkrankungen zu vermeiden. Oftmals kommen die Kurteilnehmer gestärkt mit guten Vorsätzen in ihren Alltag zurück und haben genügend Schwung, ungesunde Lebensweisen umzustellen.

Was ist denn nun eigentlich eine Kur?

Ganz einfach ausgedrückt: eine Kur ist Urlaub für die Gesundheit! Dabei ist es egal ob man zur Vor- oder Nachsorge in Kur geht – eine Kur sorgt dafür, dass Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht kommen und die Lebensgeister wieder neu erweckt werden.


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Was Sind Kuren?

Vorsorge bedeutet sich gesund erhalten

Wenn ein Gesundheitsrisiko vorliegt, dass zu einer Erkrankung führen kann, dann ist eine ambulante oder stationäre Vorsorgekur sinnvoll. Diese soll die bereits geschwächte Gesundheit wieder verbessern und die sich anbahnende Krankheit verhindern.

Rehabilitation bedeutet gesünder werden

Eine stationäre oder aber auch ambulante Rehabilitation kann für Patienten infrage kommen die bereits eine bestehende, chronische Erkrankung haben oder die an schweren gesundheitlichen Einschränkungen leiden. Beispielsweise nach operativen Eingriffen oder Unfällen. Rehabilitation kann sinnvoll sein, wenn der Patient durch seine Krankheit körperlich, seelisch oder geistig stark beeinträchtigt ist und dadurch eine dauerhafte Beeinträchtigung im Alltag droht oder sogar bereits besteht.

Die Rehabilitation soll vermeiden, dass sich die Beschwerden des Patienten verschlimmern und er pflegebedürftig wird. Während einer Rehabilitation erhält der Genesende alle notwendigen medizinischen, physikalischen und psychosozialen Therapien.   

Was ist eine stationäre Kur?

Bei einer stationären Vorsorge- oder Rehabilitationskur erfolgt die Unterbringung in anerkannten Kur- oder Rehabilitationskliniken. Alle Anwendungen und Therapien finden direkt in der Klinik statt, auch die Unterbringung und Verpflegung.

Der Aufenthalt in einer Kur- oder Rehaklinik, von Fachleuten auch einfach Einrichtung genannt, entspricht nicht dem Aufenthalt in einem Krankenhaus. Die Diagnostik muss bereits abgeschlossen sein und der Patient muss soweit genesen sein, dass er aktiv an den Therapien teilnehmen kann. Eine stationäre Dauer dauert in aller Regel drei Wochen.

Stationäre Kuren sind immer nur dann möglich, wenn ambulante Behandlungen nicht ausreichen oder aus sozialmedizinscher Sicht nicht sinnvoll sind.

Für Beschäftigte bei denen durch Erkrankung eine Kur die Erwerbsfähigkeit wieder herstellen soll wird die Kur durch die Rentenversicherungsträger angeboten.

Was ist eine Ambulante Kur?

Eine ambulante Kur dient der Vorsorge. Hier kümmert man sich selber um Unterkunft und Verpflegung, die Kurbehandlungen erfolgen in einem örtlichen Gesundheits- oder Kurzentrum. Mit einer ambulanten Kur kann man verhindern zu erkranken oder eine dass sich eine Krankheit verschlimmert. Klimawechsel können ebenfalls dazu beitragen gesund zu werden. Im Regelfall finden ambulante Kuren in anerkannten Kurorten statt, früher wurden diese Kuren oft als Badekuren bezeichnet. Die Dauer beträgt üblicherweise zwei bis drei Wochen.

Mit dem Kurarzt vor Ort wird ein Therapieplan erstellt. Hierin werden Art und Dauer der Behandlung festgelegt. Wichtig ist zu wissen, dass Erwerbstätige während einer ambulanten Kur nicht krankgeschrieben sind, das heißt, dass für eine ambulante Kur der Jahresurlaub eingesetzt werden muss.

Einige Krankenkassen gewähren auch Zuschüsse für Kuren im europäischen Ausland.

Was ist eine Ambulante Reha?

Zuhause wohnen und am Wohnort in einer zugelassenen Reha-Einrichtung die notwendigen Behandlungen erhalten.

Tagsüber wird ein örtliches Rehazentrum besucht. Das Team der Ärzte und Therapeuten dort entscheidet über die notwendigen Therapiemassnahmen. Hierzu können Krankengymnastik, Elektrotherapie, medizinische Trainingstherapie, Massagen, Entspannungstherapie und vieles andere mehr gehören.

Oftmals bieten ambulante Rehaeinrichtungen auch einen Fahrservice an, so dass das Problem der An- und Abfahrt kein Problem mehr ist.

Vor allem bei orthopädischen, kardiologischen oder neurologischen Erkrankungen kommt oftmals eine ambulante Reha in Frage. 

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Tipps für einen gelungenen Kuraufenthalt

 

Ein Kuraufenthalt dauert meistens drei Wochen. In dieser Zeit nimmt man an verschiedenen Anwendungen und Therapien teil. Die Vorfreude auf einen Kuraufenthalt ist groß und damit diese durch nichts getrübt wird gibt es hier einige Ratschläge.

Was gehört alles in den Koffer?

Kleidung für Tag und Nacht: Wäsche, Schlafanzug oder Nachthemd, T-Shirts, bequeme Kleidung – denken Sie auch daran, dass es durchwachsenes Wetter geben kann!

Sportbekleidung: leichte Trainingskleidung oder ein Jogginganzug, Sportschuhe, Badekleidung

Für die persönliche Pflege: Seife, Duschgel, Shampoo, Zahnputzzeug, Kamm/Haarbürste, je nach Bedarf Rasierapparat, Fön. Mit Handtüchern und Bettwäsche muss man sein Gepäck nicht belasten, dies gehört zur Grundausstattung einer guten Unterkunft hinzu.

Zur Unterhaltung und Erholung: alles was auch zuhause gerne zur Entspannung genutzt wird, zum Beispiel ein gutes Buch, Musik – denken Sie auch an ein Abspielgerät, Spiele, Schreibzeug, Strick- oder Häkelnadeln

Für die medizinische Versorgung: nur die Medikamente, die auch daheim regelmäßig eingenommen werden müssen

Sonstiges: Portemonnaie mit ein wenig Bargeld und Zahlungsmitteln  (keine größeren Geldbeträge), Personalausweis, Krankenversicherungskarte, Adressenbuch –damit alle zu Hause mit Postkarten versorgt werden können, Digitalkamera – damit die schönsten Momente auch in Erinnerung bleiben, Handy und Ladegerät, eine kleine Reiseapotheke ist oftmals non Nutzen

Medizinische Dokumentation: für den Kurarzt vor Ort ist es oftmals sinnvoll einige Unterlagen mitzunehmen, so z.B. aktuelle Arztberichte, medizinische Befunden, Röntgenbilder, bei einer Kur auf Rezept sind alle Unterlagen von Arzt und Krankenkasse notwendig

 

Woran Sie im Vorfeld denken sollten

Planen Sie die Anreise rechtzeitig, so bekommen Sie gute Plätze in Bus oder Bahn. Wenn Sie die Anreise mit dem Auto tätigen denken Sie an ein Navigationsgerät oder aktuelle Landkarten. Bei Fahrten ins Gebirge sollten Sie gerade im Winter auch an Schneeketten denken.

Denken Sie daran die Einrichtung frühzeitig zu informieren, wenn Sie unter Allergien leiden oder nur eine bestimmt Kost vertragen. So kann man sich schon auf Ihre Bedürfnisse einstellen.

Fragen Sie Ihre Nachbarn, ob Sie in der Zeit in der Zeit Ihrer Abwesenheit die Blumen gießen und den Briefkasten leeren können. Vielleicht sind auch Haustieren zu versorgen oder Sie müssen für diese einen Platz in einer Tierpension finden.

Bestellen Sie Ihre Zeitung ab oder lassen Sie sich die Zeitung in den Kurort senden.

Denken Sie bei der Abreise daran die Heizung runter zu regeln und alle Elektrogeräte auszuschalten, gerade auch Geräte im Stand-by-Modus.

 

So sollte einem unbeschwerten Kuraufenthalt nichts mehr im Wege stehen.

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Wo kann man kuren?

 

Es gibt nicht nur verschiedene Arten der Kur, sondern auch viele unterschiedliche Kurorte, die je nach Erkrankung passend gewählt werden können.

Das Klima an den Küsten wirkt sich anders auf Allergien, Asthma oder andere Erkrankungen aus als beispielsweise das Klima im Gebirge. Bestimmte Atemwegserkrankungen können in entsprechenden Kurorten besser und gezielter behandelt werden, wenn das jeweilige Klima den Genesungsprozess fördert. Häufig ermöglicht ein bestimmtes Klima oder eine spezielle Bodenbeschaffenheit in einem Kurort erst die Genesung und Entlastung und fördert somit den Heilungsprozess im Zuge einer Kur.

Viele Kurorte innerhalb Deutschlands beherbergen wahre Schätze: Natürliche heiße Quellen, nährstoffreiche Böden und durch das Meer gereinigte Luft. Diese Bedingungen können den Heilungsprozess vieler Erkrankungen maßgeblich mitbestimmen und einen Kurerfolg garantieren.

Zusätzlich sind Kurorte den Bedürfnissen der Kurgäste angepasst. So sind die jeweiligen Kurorte zumeist ausgezeichnet durch einen eingeschränkten Verkehr, einer ungestörten Kuranlage und verschiedene Wegemöglichkeiten (Landschafts-, Wander- oder Strandwege). Ebenfalls werden in einem Kurort neben der medizinischen und therapeutischen Versorgung verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten zu Spiel, Spaß und Sport angeboten.

Heilbad

Als Heilbad darf sich eine Ortschaft mit medizinischer Einrichtung bezeichnen, wenn sie die vorausgesetzten Eigenschaften und Kurmaßnamen mitbringt. So muss z. B. der Boden des Kurorts wissenschaftlich anerkannte und durch Erfahrungen bewährte Eigenschaften besitzen. Auch muss ein Badearzt bzw. eine Badeärztin mit einer Praxis vorhanden sein, ein Kurmittelhaus als Zugang zu den Kurmitteln und ein Kurpark vorhanden sein. Dieser darf nicht durch öffentlichen Verkehr gestört sein und muss durch Wegenetze zu Kurzwecken (z. B. Terrainkuren) genutzt werden können. Außerdem zeichnet sich das Heilbad als Kurort durch seine ungestörten Spiel-, Sport- und Liegewiesen aus, auf denen die Kurgäste ihrer Genesung nachkommen können. Zur begleitenden Kur-Ernährung muss im Heilbad eine Diätberatung und mindestens ein staatlich geprüfter Diät-Assistent geführt werden.

Heilbäder dürfen den Zusatz „Bad“ in ihren Ortsnamen führen. Unterschieden werden Heilbäder in Kneippheilbäder (spezielles Verfahren nach Kneipp), Moorheilbäder (Medizinische Nutzung des torfigen Bodens des Kurortes), Mineralheilbäder (Medizinische Nutzung des mineralhaltigen Bodens des Kurorts), Seeheilbäder (Nutzung des von der See bestimmten Klimas) und in Thermalsoleheilbäder (Nutzung der Sole).

Seeheilbad

Das Seeheilbad ist durch seine Lage direkt an der Meeresküste gekennzeichnet. Hierbei darf die Distanz der Ortsmitte zum Strand nicht größer als 2 km sein. Die Meeresluft muss eine bewiesen saubere Qualität und wissenschaftlich sowie durch Erfahrungen belegte medizinische Eigenschaften besitzen. Im Kurort muss mindestens eine Praxis mit Badearzt sein, ebenfalls erfordert das Seeheilbad als Kurort ein Kurmittelhaus als Zugang zu den Kurmitteln. Zur begleitenden Kur-Ernährung muss im auch im Seeheilbad eine Diätberatung und mindestens ein staatlich geprüfter Diät-Assistent da sein.

Ein Seeheilbad als Kurort muss einen kontrolliert und gepflegten Badestrand vorweisen, sowie eine ungestörte Kuranlage. Hier müssen verkehrsfreie Wegenetze durch Parks, Strand oder Landschaft gegeben sein. Zur Genesung der Kurpatienten müssen zudem ungestörte Spiel-, Sport und Liegewiesen vorhanden sein.

Seebad

Das Seebad als anerkannter Kurort muss nahe zur Küste liegen. Hierbei darf die Distanz vom Ortskern zum Strand nicht mehr als 2 km betragen. Durch die Lage an der Meeresküste profitiert das Seebad vor allem von den klimatischen Verhältnissen direkt am Meer. Ein kontrollierter Badestrand und zugängliche Strandpromenaden, sowie Landschafts- und Strandwege zum Wandern und Spazieren bieten den Kurgästen Beschäftigung und Entspannungsmöglichkeiten. Zusätzlich zur Lage muss mindestens eine Arztpraxis im Kurort angesiedelt sein.

Kneipp-Heilbad

Das Kneipp-Heilbad zeichnet sich durch die Eigenschaften eines Heilbades in Kombination mit den angewandten Kurmethoden nach Kneipp aus. Wichtig sind vor allem die Luftqualität des Kurortes und die durch Erfahrungen bestätigten medizinisch wirksamen klimatischen Eigenschaften eines Heilbades (medizinische Wirksamkeit des Bodens durch z. B. Mineralien).

Das Kneipp-Heilbad wird unter den besonderen Kurmaßnahmen nach Sebastian Kneipp geführt. Dieser begründete die kombinierte hydrotherapeutische Therapie mit Hilfe von Wasser, Bewegung, einer geordneten Lebensführung und einer speziellen Physio- und Ernährungstherapie. Eingesetzt werden Kneippgüsse, Wickel und Bäder, mit dessen Hilfe die Effekte von Dampf und Temperatur ausgenutzt werden. Das Kneipp-Heilbad wird durch einen stetig anwesenden Kurarzt betreut. Ebenfalls muss mindestens eine Praxis eines Badearztes im Kurort ansässig sein und zumindest eine Person mit der Berufsbezeichnung „Masseur und medizinischer Bademeister“, welcher die Kur-Patienten betreuen. Die kombinierte Ernährungskur beinhaltet zusätzlich immer die Beratung durch einen staatlich geprüften Diät-Assistenten.

Weiter muss ein Kneipp-Heilbad mindestens seit zehn Jahren als Kneipp-Kurort bestehen, um sich Kneipp-Heilbad nennen zu können. Wie in den anderen Kurorten muss auch hier ein Kurpark mit entsprechend ruhigen und verkehrsfreien Spiel-, Sport- und Liegewiesen vorhanden sein und eine Waldanlage mit ausgezeichneten Wegenetzen die Möglichkeit für eine Terrain-Kur bieten.

Kneipp-Kurort

Der Kneipp-Kurort muss wissenschaftlich anerkannte hydrotherapeutische Kuren für mindestens 100 Betten in mindestens drei Kurbetrieben anbieten. Der Kneipp-Kurort zeichnet sich durch die wissenschaftlich anerkannte und durch Erfahrungen sowie belegt medizinisch wirksame bewährte Luftqualität aus.

Zur Therapie wird besonders die kombinierte Kneipp-Kur eingesetzt, bei der mit Hilfe von Wasser, Bewegung, einer geordneten Lebensführung, einer speziellen Physio- und Ernährungstherapie (Vollwertkost) medizinische Kurmaßnahmen angewendet werden. Eingesetzt werden Kneippgüsse, Wickel und Bäder, mit dessen Hilfe die Effekte von Dampf und Temperatur(-unterschiede) ausgenutzt werden. Diese medizinischen Kurmaßnahmen werden durch mindestens einen ansässigen Badearzt betreut. Die kombinierte Ernährungskur beinhaltet zusätzlich immer die Beratung durch einen staatlich geprüften Diät-Assistenten. Ebenfalls muss mindestens ein staatlich geprüfter „Masseur und medizinischer Bademeister“ zur Betreuung eingesetzt werden.

Wie für einen Kurort typisch, muss auch hier ein Kurpark mit entsprechend ruhigen und verkehrsfreien Spiel-, Sport- und Liegewiesen vorhanden sein und eine Waldanlage mit ausgezeichneten Wegenetzen die Möglichkeit für eine Terrain-Kur bieten.

Heilklimatischer Kurort

Ein heilklimatischer Kurort muss ein zu Kurzwecken einsetzbares und auf Erfahrungen beruhendes bewährtes Klima aufweisen. Die nachgewiesene Luftqualität muss laufend mit Hilfe des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr überwacht, analysiert und bewertet werden. Um die Kurmaßnahmen wirksam einzusetzen, muss mindestens eine Praxis mit einem Kurarzt anwesend sein. Für die kombinierte Ernährungstherapie muss ein staatlich geprüfter Diät-Assistent ansässig sein. Weiter muss ein Kurmittelhaus zur Verfügung stehen, in dem eine Klimakur durchgeführt werden kann.

Der Heilklimatische Kurort muss weiter einen Kurpark mit Möglichkeiten für Spiel und Sport aufweisen. Ss Liegeflächen auf Wiesen und in Hallen sowie Waldanlagen mit Sonnen- und Schattenflächen sind ebenfalls Teil einer Klimakur. Gekennzeichnete Wegenetze bieten die Möglichkeit einer Terrainkur.

Luftkurort

Der Luftkurort besitzt wissenschaftlich anerkannte und durch langjährige Erfahrungen bewährte Eigenschaften. So besitzt der Luftkurort eine besonders hohe Luftqualität und klimatische Eigenschaften, welche medizinisch nachweisbar einsetzbar sind. Weiter muss der Luftkurort mindestens eine Arztpraxis beinhalten und Einrichtungen zur Durchführung einer Klimakur nachweisen können. Hierbei sind vor allem Park- und Waldanlagen mit gekennzeichneten Wegenetzen wichtig. Ein Freibad, ein Hallenbad in angemessener Entfernung zur Kuranlage sowie Spiel-, Sport- und Liegewiesen sollten wie in jedem Kurort auch in einem Luftkurort vorhanden sein.

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