Weltweiter Multipler Sklerose-Tag - Lebensmut für MS-Kranke

MS-Betroffenen-Beraterin hilft Patienten zurück ins Leben

Als Maike Scholz die Diagnose Multiple Sklerose erhielt, fiel die junge Frau anfangs in ein tiefes Loch. Inzwischen ist die 42-Jährige eine enorm wichtige Stütze für Patienten, die an der entzündlichen Nervenkrankheit leiden. Seit einigen Jahren ist sie die MS-Beauftragte der Medical Park Klinik Bad Camberg. Anlässlich des Welt-MS-Tages am 25. Mai zeigt sie, wie man gegen die Verzweiflung ankämpfen und wieder Lebensmut finden kann.

MS wird auch die „Krankheit mit 1000 Gesichtern“ genannt, da der Verlauf und die Beschwerden so unterschiedlich sind. Umso wichtiger ist es, dass ausgebildete Berater sich individuell den Patienten annehmen. Maike Scholz bekam 2003 den Befund, musste ihren Beruf aufgeben, mit dem Schock fertig werden und wieder eine Zukunftsperspektive finden. Inzwischen kümmert sich die engagierte Frau seit über vier Jahren um diejenigen, die an der entzündlichen Erkrankung des Nervensystems leiden und in der Medical Park Klinik Bad Camberg behandelt werden. „Die Krankheit ist zwar unheilbar, aber es gibt Wege und Lösungen, um den Alltag gut zu meistern“, erklärt Maike Scholz. „Gerade die jungen Leute sind anfangs komplett verzweifelt, wenn ihnen die Diagnose gestellt wird. Da ist es besonders wichtig, dass ich mir all die Sorgen und Fragen anhöre.“

Motivation zur Eigenständigkeit statt Verzweiflung
Seit 2006 sitzt Maike Scholz im Rollstuhl. Es hatte damit begonnen, dass sie sich müde und schlapp fühlte, als sie zusammen mit ihrem Vater ihr eigenes Restaurant, führte. „Das war natürlich ein Schock, als ich die Diagnose MS bekam. Ich musste den Beruf und die Selbstständigkeit aufgeben und war plötzlich ohne konkrete Aufgaben zuhause“, erzählt die 42-Jährige. Doch dann schaffte sie es, sich selbst zu motivieren, organisierte einen MS-Treff in Bad Camberg, nahm einen Ein-Euro-Job bei der Stadt an und bewarb sich drei Jahre später bei der Medical Park Klinik Bad Camberg. Die Fachklinik für neurologische Erkrankungen hat Maike Scholz sofort eingestellt. Seit 2013 ist sie festangestellte, ausgebildete MS-Betreuerin. „Die Patienten haben viele Fragen. Anstatt im Internet herum zu suchen, kann ich ihnen helfen und Lösungen aufzeigen. Der gegenseitige Austausch ist besonders wichtig“, unterstreicht Maike Scholz.

Optimale persönliche Betreuung
In der Medical Park Klinik Bad Camberg werden zwischen 100 und 150 MS-Kranke jährlich behandelt. „Wir sind sehr froh, dass wir Frau Scholz bei uns haben. Denn natürlich kann sie die Beschwerden besser nachfühlen, da sie selbst betroffen ist“, betont Chefarzt Prof. Frank Weber. Er ist Mitglied im Bundesbeirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft und des Kompetenznetzwerks Multiple Sklerose und möchte die Klinik inmitten der Taunuslandschaft nordwestlich von Frankfurt zum Zentrum für die Rehabilitation bei MS-Erkrankungen ausbauen.

   

 

Quelle Text und Bilder: Medical Park

 

 

 

 

 

 

 

 

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