In Krankenhäusern unterbleibt die Osteoporose-Abklärung in den meisten Fällen

  • Osteoporose zählt laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den zehn wichtigsten Erkrankungen weltweit. Allein in Deutschland leiden rund 6 Millionen Menschen an der Krankheit, die die Knochen an Festigkeit verlieren lässt.
  • Unbehandelt stellt Osteoporose ein immenses Risiko für Betroffene dar. Trotzdem lässt die Versorgung – im Großraum Köln genauso wie in ganz Deutschland – immer noch zu wünschen übrig.
  • Das Kölner Netzwerk Osteoporose will Abhilfe schaffen und lädt anlässlich des Welt-Osteoporose-Tags interessierte Ärzte zu einem Symposium ein.

 

Besonders im Alter stellen osteoporosebedingte Frakturen ein Risiko für Betroffene dar – allen voran die Hüftfraktur: „Bei Personen über 65 Jahren mit dieser Primärdiagnose liegt die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 12 Monaten zu sterben, 3,5-mal höher als bei nicht verletzten Vergleichspersonen“, weiß Prof. Dr. Klaus M. Peters. Der Chefarzt der Orthopädie und Osteologie der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik in Nümbrecht forscht seit über 20 Jahren zu Osteoporose. „Obwohl die Krankheit so weit verbreitet ist und ein hohes Risiko für die Betroffenen birgt, unterbleibt in Krankenhäusern in den meisten Fällen die Osteoporose-Abklärung trotz erlittener Fraktur.“

 

Menschen über 60 auf Osteoporose testen

Hier will das Kölner Netzwerk Osteoporose Abhilfe schaffen und eine bessere Versorgung für die Betroffenen im Großraum Köln etablieren. „Es ist wichtig, dass Ärzte und Krankenhäuser ihre Patienten frühzeitig auf Osteoporose testen oder in entsprechende Einrichtungen überweisen“, so Prof. Peters. Gerade Menschen über 60 sollten nach einem Knochenbruch in jedem Fall eine Knochendichtemessung machen lassen. Im Fall einer entsprechenden Diagnose könne die richtige Osteoporosebehandlung das Leben um viele Jahre verlängern.

 

Hausarztsymposium am 8. November in Köln-Kalk

Am 8. November findet von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr deshalb ein Fachsymposium für interessierte Hausärzte in der

Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhauses Köln Kalk statt.  Initiator ist das Kölner Netzwerk Osteoporose; Programmpunkte sind unter anderem Fallgeschichten,

Pathophysiologie der Osteoporose, medikamentöse Therapie und  Physiotherapie bei Osteoporose-Patienten. Zum Thema „Rehabilitation bei Osteoporose“ spricht Prof. Dr. Klaus M. Peters. Er wird seine Erfahrungen mit dem Osteoporose-Management in der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik vorstellen. Die Rhein-Sieg-Klinik wurde 2007 als erstes Osteologisches Schwerpunktzentrum Deutschlands zertifiziert und behandelt heute mehr als 500 Osteoporose-Patienten jährlich. 2017 trat sie als erste Rehabilitationsklinik dem Kölner Netzwerk Osteoporose bei. 

 

Osteoporose nicht heil-, aber meist behandelbar

Grundsätzlich ist Osteoporose nicht heilbar. Dennoch kann der Krankheitsverlauf durch die richtige Therapie positiv beeinflusst werden. Die Verzahnung stationärer und ambulanter Maßnahmen wie z. B. Medikamente, richtige Ernährung, Sturzprophylaxe und ein angemessenes Bewegungsprogramm ist ein zentrales Thema des Kölner Netzwerks Osteoporose. „Es ist wichtig, dass sich in Klinik und Praxis tätige Ärzte stärker mit Osteoporose befassen. Je mehr sie über die aktuellen Therapie- und Präventionsmöglichkeiten wissen, umso besser können die Patienten im Großraum Köln versorgt werden“, so Peters. 

 

 

Kölner Netzwerk Osteoporose

Das Kölner Netzwerk Osteoporose (KNO) ist ein Zusammenschluss von in Klinik und Praxis tätigen Ärzten mit osteologischem Schwerpunkt und wurde 2016 gegründet. Zentrale Aufgabe des KNO ist es, die sektorenübergreifende Versorgung von Osteoporose-Patienten zu verbessern. 2017 trat dem Netzwerk als erste Rehabilitationsklinik  die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik Nümbrecht bei. Die Einrichtung ist Deutschlands erstes zertifiziertes  osteologisches Schwerpunkt-zentrum DVO und behandelt rund 500 Osteoporose-Patienten jährlich.

 

Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik

Die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik ist seit über 20 Jahren auf Rehabilitationsmaßnahmen in den Bereichen Neurologie, Orthopädie und Osteologie spezialisiert. Sie verfügt außerdem über eine interdisziplinäre neuro-orthopädische Station. Seit 2007 ist die Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik als osteologisches Schwerpunktzentrum DVO zertifiziert. Damit war sie bundesweit das erste Schwerpunktzentrum für Osteologie. Bekannt ist das Schwerpunktzentrum unter anderem für seine sogenannte Nümbrechter Osteoporoseschule. Insgesamt behandelt die Klinik pro Jahr durchschnittlich 4.300 Rehabilitanden und beschäftigt rund 210 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. www.dbkg.de/rhein-sieg-klinik

 

Quelle: Dr. Becker Unternehmensgruppe

 

 

 

 

 

 

 

 

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