Neues Therapiegerät im Einsatz

Gerätegestütztes Training für Patienten in der Gang- und Gleichgewichtsstörungen

Die Kliniken Schmieder investieren fortlaufend in neue, innovative Therapiegeräte für Patienten mit neurologischen Erkrankungen. So wurde vor kurzem ein Therapiesystem angeschafft, mit dem sich das Gang- und Gleichgewichtstraining verbessern und intensivieren lässt. Die Investitionskosten beliefen sich auf ca. 200.000 Euro. Europaweit arbeiten erst zehn Therapieeinrichtungen mit dem Gerät, eines davon wird nun in den Kliniken Schmieder Allensbach eingesetzt.

„Der Vector erlaubt unseren Patienten eine aktive Therapie bereits in einem sehr frühen Stadium nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma oder Rückenmarksverletzungen“ erläutert Sabine Lamprecht, Fachkompetenzleitung Motorik der Kliniken Schmieder. Das Körpergewicht der Patienten kann flexibel entlastet werden, während sie beim Gehen in einem Gurt gehalten werden, der wiederum mit einem computergesteuerten Schienensystem an der Decke verbunden ist. Mit dem System können eine Vielzahl von alltagsnahen Übungen durchgeführt werden, wie Gangschulungen, Treppensteigen, Seitschritte, Haltungs- und Stabilitätsübungen, das Aufstehen vom Boden oder auch das Übersteigen von Hindernissen. Die Informationen jeder Therapieeinheit werden in einer Datenbank gesammelt und geben den Therapeuten detaillierte Informationen, um den Rehabilitationsprozess für den Patienten individuell zu steuern. „Unsere Ziele sind es, die Funktionsbeeinträchtigungen schnell zu verringern und den Rehabilitationsprozess der Patienten zu einem frühestmöglichen Zeitpunkt durch sehr alltagsnahe, selbstständige Aktivitäten und Anforderungen in die Senkrechte zu verlagern  ? und dies in einer gesicherten Umgebung“, berichtet Sabine Lamprecht. Die ersten Rückmeldungen der Patienten seien sehr positiv. Ende März werden auf einem Wissenschaftskongress in Paris die ersten Ergebnisse mit dem neuen Therapiegerät von den Kliniken Schmieder präsentiert werden.

Beim Training: Physiotherapeutin Angela Binder führt Hans-Joachim Hugle über einen Hindernisparcours. Ein Gurtsystem sichert den Patienten und unterstützt ihn bei den Gangübungen. Die Daten werden für jede Therapiesitzung ausgewertet, damit das Training individuell angepasst werden kann.


 

 

 

 

 

                   

Übungen vom Aufstehen aus dem Rollstuhl oder das Balancieren über Hindernisse sind mit dem Vector möglich - ohne dass der Patient befürchten muss zu stürzen.

 

Quelle: Kliniken Schmieder

www.kliniken-schmieder.de

 

 

 

 

 

 

 

 

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