Ärzte-Symposium war ein voller Erfolg

Groß war die Zahl der Teilnehmer, die zum zweitägigen Ärzte-Symposium ins Reha- und Präventionszentrum nach Bad Bocklet kamen. So konnten annähernd 100 Kollegen aus der Region von der wissenschaftlichen Tagungsleitung, Frau Prof. Dr. Monika Reuss-Borst begrüßt werden.

Das große Interesse an der Veranstaltung überrascht nicht, waren in diesem Jahr die Volkskrankheiten Rheuma und Arthrose Themenschwerpunkt, Diagnosen, mit denen sich jeder Arzt in Klinik und Praxis tagtäglich beschäftigen muss.

Dabei umfasst der Begriff Rheuma mehr als 200 verschiedene Diagnosen, auf die häufigsten Erkrankungen, insbesondere die Arthrose und Osteoporose lag ein besonderer Schwerpunkt. Prof. Hendrich, Ärztlicher Direktor des orthopädischen Krankenhauses Schloss Werneck, stellte die neuesten operativen Verfahren bei Knie- und Hüftgelenksarthrose vor. Großer Therapiebedarf besteht noch immer bei der Osteoporose, einer Erkrankung, die von der WHO als eine der 10 wichtigsten Erkrankungen unserer Zeit genannt wird, wie Dr. Schwarz, Freudenstadt in seinem Vortrag hervorhob. Ca. 6-8 Millionen Menschen sind in Deutschland an einer Osteoporose erkrankt, eine effektive Therapie erhalten jedoch weit weniger als 50%. Umso wichtiger ist es, an diese Differentialdiagnose zu denken und rechtzeitig eine Basisdiagnostik durchzuführen.

Doch auch seltenere entzündliche Rheuma-Erkrankungen waren Thema des diesjährigen Symposiums. Hier gaben Oberarzt Dr. Hermann von der Kerckhoff-Klinik, Bad Nauheim und Frau Prof. Dr. Blaschke, Universitätsklinikum Göttingen den Teilnehmern wichtige praktische Tipps, wie sie diese rheumatischen Erkrankungen frühzeitig erkennen können. Wird die Diagnose nicht rechtzeitig gestellt, können auch akute lebensbedrohliche Komplikationen die Folge sein.

Am Ende des 1. Kongresstages rundeten dann noch Vorträge zu aktuellen Therapiestrategien älterer Krebspatienten sowie einer gelungenen Kommunikation mit chronisch kranken Patienten den interessanten Themenkomplex ab.

Einen ganzen Freitag Vormittag widmeten die Experten den chronischen Schmerzen. In den vergangenen Jahren habe sich das medizinische Verständnis von Schmerzen sehr stark geändert. Es gibt nicht mehr "den Schmerz", sondern verschiedene Schmerzen, denen unterschiedliche Mechanismen zugrunde liegen und die unterschiedlich behandelt werden müssen. Das Rehazentrum Bad Bocklet mit seinen Abteilungen Innere Medizin, Orthopädie und Psychosomatik hat sich auf die Schmerzbehandlung spezialisiert und bietet ein ganzheitliches Konzept zur Therapie von chronischen Schmerzen an, wie die Chefärzte Gilbergs-Schnarr, Dr. Herzberg und Dr. Schulze ausführlich darstellten. Laut Professor Reuss-Borst erfordert die Behandlung von chronischen Schmerzen die Zusammenarbeit von Spezialisten der verschiedensten Fachrichtungen. 

Zum Abschluss waren sich die Teilnehmer einig, eine rundum gelungene Veranstaltung, die im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden sollte.

 

Quelle: Rehabilitations- & Präventionszentrum Bad Bocklet

 

 

 

 

 

 

 

 

© Medizinische Medien Informations GmbH | Am Forsthaus Gravenbruch 7 | 63263 Neu-Isenburg