KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Würmer

 

Würmer sind Parasiten. Wenn Würmer in den Menschen gelangen, siedeln sich die meisten Arten in den Verdauungsorganen an und verursachen Beschwerden wie Durchfall und Übelkeit. Es gibt aber auch Wurmarten, die – wie die Trichinen beispielsweise – in die Muskulatur wandern und dort Beschwerden verursachen. Bandwürmer beispielsweise befallen insbesondere Lunge und Leber und führen dort zu schwerwiegenden Gewebszerstörungen. In Deutschland am stärksten verbreitet sind Bandwürmer, Madenwürmer, Spulwürmer und Trichinen. Meist gelangen sie durch Fäkalien verschmutzte Lebensmittel oder verunreinigte Gegenstände (Türklinken, Spielzeug) in den Organismus. In der Regel sind Würmer mit den entsprechenden Medikamenten leicht abzutöten.

 

Symptome

  • Bandwürmer: Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust; Reizhusten durch Bandwurmbefall der Lunge, Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten sowie Leberschäden durch Hunde- und Fuchsbandwürmer
  • Madenwürmer: vor allem Juckreiz in der Analregion, Gewichtsabnahme, Entzündungen von Darm oder äußeren Geschlechtsorganen
  • Spulwürmer: zuweilen ohne Beschwerden; sonst Bauchschmerzen, Übelkeit, Unterernährung und Blutarmut
  • Trichinen: Muskelschmerzen, je nach Ort des Befalls Muskelfunktionsverlust oder Funktionseinschränkungen, beispielsweise rheumaähnliche Beschwerden, Atemprobleme oder undeutliches Sprechen

 

Ursachen

  • unzureichende Hygiene bei Lebensmittelzubereitung oder –herstellung
  • verunreinigte Türklinken in Sanitäranlagen oder verunreinigtes Spielzeug
  • Kontakt mit infiziertem Kot, auch über kothaltigen Staub

 

Diagnose

  • Bestimmung der Wurmart

 

Behandlung

  • medikamentös mit auf die Wurmart abgestimmten Wirkstoffen wie Albendazol, Mebendazol, Niclosamid, Pyrantel oder Praziquantel

 

Selbsthilfe

  • konsequente Hygienemaßnahmen, um Wiederansteckung und Infektion des persönlichen Umfeldes zu vermeiden
  • konsequente Einhaltung der Einnahmevorschriften, um alle Stadien der Würmer zu töten

 

Vorbeugung

  • nach jedem Toilettengang Hände und Fingernägel waschen bzw. reinigen (vorzugsweise mit Desinfektionsmitteln, insbesondere auf öffentlichen Toiletten)
  • Verzehr von infektiösen Nahrungsmitteln vermeiden
  • vor allem auf Reisen in Ländern mit geringem Hygiene-Standard: kochen, waschen, schälen – oder wegwerfen!
  • kein Wasser aus nicht original verschlossenen Flaschen trinken, kein Eis in Getränke!
  • regelmäßige Wurmkuren bei Haustieren, vor allem bei Hunden und Katzen

 

Ausführliche Informationen über Würmer bei Menschen lesen Sie bei "meine-gesundheit.de"

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