KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Windpocken

 

Windpocken zählen zu den sehr weit verbreiteten Kinderkrankheiten, können aber durchaus auch Erwachsene treffen. Das charakteristische Krankheitsbild mit den rötlichen Hautflecken und den Windpockenbläschen wird vom Varizella-Zoster-Virus verursacht, das auch für die Gürtelrose verantwortlich ist. Die Ansteckung mit Windpocken ist bei einer Erkrankung im persönlichen Umfeld nur schwer zu vermeiden. Sie erfolgt in der Regel über Tröpfchen-Infektion. Windpocken verlaufen meist unkompliziert. Bei einer bakteriellen Zusatzinfektion sind aber schwere Komplikationen wie Hirnhautentzündungen möglich. Während der Schwangerschaft kann das Windpocken-Virus den Fötus schädigen, schlimmstenfalls sogar töten.

 

Symptome

  • Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und leichtes Fieber
  • leicht rötlicher Hautausschlag an Rumpf, Kopf und Gesicht
  • Knötchen- und Bläschenbildung am ganzen Körper (außer Innenflächen der Hand und Fußsohlen)
  • starker Juckreiz

 

Komplikationen von Windpocken

  • bakterielle Infektionen mit Folgen wie Lungenentzündungen, Hirnhautentzündungen und Gehirnentzündungen
  • Aktivierung von Gürtelrose
  • während der Schwangerschaft: Missbildungen des Kindes, schlimmstenfalls Tod von Schwangerer und Ungeborenen

 

Ursache

  • Infektion mit dem Windpockenvirus Varizella-Zoster

 

Behandlung

  • Juckreiz lindernde Wirkstoffe wie Cetirizin, Clemastin, Dimetinden, Levocetizin und Loratadin
  • antiviraler Wirkstoff Aciclovir
  • entzündungshemmend wirken Kortisonpräparate wie Dexamethason oder Fluocinoid
  • bei bakteriellen Infektionen Antibiotika wie Meropenem, Fusidinsäure oder Amoxycillin

 

Selbsthilfe

  • nicht kratzen
  • bei Kindern Fingernägel kurz schneiden
  • Handschuhe für Säuglinge und kleine Kinder
  • frei verkäufliche Medikamente gegen Juckreiz wie Cetirizin, Clemastin, Dimetinden und Loratadin
  • Gerbstoffe wie Polidocanol, Aluminiumsulfat, Bismutkomplexverbindungen, Eichenrinde oder Tannin
  • Zinkoxid, um die Blasen auszutrocknen
  • gegen Fieber und Schmerzen Ibuprofen und Paracetamol

 

Vorbeugung

  • Schutzimpfung
  • kein Kontakt zu Erkrankten, vor allem keine Windpocken-Partys für Kinder
  • bei Pflege hygienische Vorsichtsmaßnahmen ergreifen

 

Wann zum Arzt?

  • wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um Windpocken handelt
  • wenn Bläschen eitern
  • bei Kopfschmerzen und Nackensteife (Hinweise auf eine Hirnhautentzündung)

 

Ausführliche Informationen zu Windpocken sowie Ansteckung und Behandlung bei Windpocken lesen Sie auf "meine-gesundheit.de"

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