KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Sehnenscheidenentzündung

 

Bei einer Sehnenscheidenentzündung sind die Umhüllungen einer Sehne entzündlich verändert. Mediziner bezeichnen eine Sehnenscheidenentzündung als Tendovaginitis, Peritendinitis oder Paratendinitis. Von einer Sehnenscheidenentzündung sind vor allem Arm- und Handbereich sowie Schulter- und Sprunggelenke betroffen. Sehnenscheidenentzündungen sind oft sehr schmerzhaft. Häufig heilen sie jedoch mit entsprechenden Maßnahmen nach einigen Tagen wieder ab. Nur selten sind operative Eingriffe nötig.

 

Symptome

  • stark stechende und ziehende Schmerzen
  • Schmerzen verstärken sich bei Bewegung
  • Sehnen- und Muskelansätze der betroffenen Sehne sind stark druckempfindlich
  • betroffener Bereich ist geschwollen, überwärmt und gerötet
  • evtl. schmerzhaftes Reiben oder Knirschen der Sehne und tastbare knotige Verdickungen an der Sehne

 

Ursachen

  • nichtinfektiöse Ursachen: schnelle Bewegungen oder zu starke Belastungs-Steigerungen beim Sport; berufliche, ständig wiederkehrende (monotone) Belastungen; Fehlhaltungen und Fehlbelastungen, zum Beispiel durch eine unergonomische Arbeitshaltung oder Arbeitsplatzgestaltung; Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises (kurz Rheuma)
  • infektiöse Ursachen: Eindringen von Krankheitserregern, zum Beispiel Bakterien wie Staphylokokken und Streptokokken (von außen oder innen infolge anderer Krankheiten)

 

Behandlung

  • Schonung des entzündeten Körperbereichs
  • Bandagen, Schienen sowie Halte- und Stützverbände
  • entzündungshemmende Wirkstoffe als Tabletten oder in Form von Creme- bzw. Salbenverbänden mit Aceclofenac, Dexiprofen, Diclofenac, Etofenamat, Heparin-Natrium, Hydroxyethylsalicylat, Flufenaminsäure, Indometacin, Ketoprofen, Naproxen und Piroxicam
  • bei ausgeprägter Sehnenscheidenentzündung Kortison-Injektion
  • schmerzlindernd nicht-opioide Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Metamizol, Paracetamol und Phenazon; bei sehr starken Schmerzen Tramadol und Tilidin
  • evtl. Injektionstherapie mit örtlichen Betäubungsmitteln (Lokalanästhetika) wie Procain und Xylocain
  • Operation

 

Selbsthilfe

  • entzündete Region im Akutstadium schonen bzw. nicht weiter belasten
  • nach einigen Tagen mit leichten Bewegungen beginnen
  • kühlende Maßnahmen wie Eis und Coolpacks (Eis dabei aber keinesfalls direkt auf die Haut legen!
  • kühlende, entzündungshemmende und abschwellende Umschläge mit Antiseptika wie Rivanol und Chinosol

 

Vorbeugung

  • monotone Arbeiten durch Pausen unterbrechen oder durch entsprechende Hilfsmittel erleichtern
  • beanspruchte Körperteile, wie Hände, Arme oder Schultern zwischendurch immer mal wieder bewegen und „ausschütteln“
  • am Computer zwischen Tastenkombinationen und Mausbewegungen wechseln und Hilfsmittel wie ergonomisch geformte Mäuse, Tastaturen, Polster und Armauflagen verwenden
  • Arbeitsplatz anpassen und Arbeitsumgebung ergonomisch gestalten
  • Aufwärmübungen und Lockerungen der Hände und Handgelenke sowie der Schultern vor längerem und intensivem Arbeiten
  • gewaltsame Bewegungen bei überbeanspruchten Händen, Armen und Schultern vermeiden

 

Wann zum Arzt?

  • prinzipiell bei geröteten, überwärmten, druckschmerzhaften und belastungsempfindlichen Bereichen

 

Ausführliche Informationen über Sehnenscheidenentzündung  finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

 

Bad Harzburg, Niedersachsen

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