KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Schürfwunden und Schnittwunden

 

Schürfwunden und Schnittwunden kennt wohl jeder. Schnell hat man sich in der Küche mit dem Messer geschnitten oder aber Kinder haben sich das Knie beim Spielen aufgeschürft. Kleine und oberflächliche Wunden heilen in der Regel schnell und ohne Komplikationen wieder ab. Größere und tiefe Wunden müssen mitunter operativ versorgt werden. Um Wundinfektionen zu vermeiden, sollten Schürfwunden und Schnittwunden vor dem Verbinden gereinigt und desinfiziert werden. Im Fall einer Wundinfektion helfen Antibiotika.

 

Symptome

  • verletzte Haut
  • Haut bei Schürfwunden flächig aufgescheuert, geschwollen und blutet, mitunter Verunreinigungen wie Schotter und Split
  • bei Schnittwunden oberflächliche oder tiefe Hautdurchtrennung, tiefe Schnittwunden bluten häufig sehr stark, Wundränder sind geschwollen und je nach Verletzungsgegenstand glatt oder zerklüftet.

 

Ursachen

  • Schürfwunden, zum Beispiel durch Stürze und Sportverletzungen
  • Schnittwunden durch Messer, Sägen, Scherben, Papier und andere scharfkantige Gegenstände.

 

Behandlung

  • Reinigung mit reichlich Kochsalz- oder Ringerlösung (notfalls auch mit Wasser)
  • größere Schmutzpartikel mit sterilem Tupfer oder einer Pinzette entfernen
  • bei stark verschmutzen Schürfwunden Reinigung unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose
  • antiseptische Spüllösungen wie Octanisept und Jodlösung
  • Wasserstoffperoxid oder Silbernitratlösung bei stark blutenden Wunden
  • sterile Wundabdeckung, zum Beispiel mit Pflastern, Kompressen oder speziellen Wundauflagen
  • chirurgische Versorgung bei Verletzung von Nerven, Sehnen oder größeren Blutgefäßen
  • Nähen oder Klammern von großen oder tiefen Schnittwunden
  • Antibiotika wie Cefadroxil, Cefazolin und Vancomycin bei Wundinfektionen

 

Selbsthilfe

  • verschmutzte Wunden bluten lassen
  • Wunden reinigen und mit antiseptischer Lösung spülen
  • steril abdecken; bei schlecht klebenden Stellen sind Sprühpflaster geeignet, bei empfindlicher Haut hautfreundliche und hypoallergene Pflaster (zum Beispiel Papierpflaster)
  • größere Schürfwunden lose abdecken und einem Arzt vorstellen
  • Bei blutenden Schnittwunden sterile Kompresse mit leichtem Druck befestigen.
  • in der Heilungsphase Cremes, Salben oder Lotionen mit Dexpanthenol oder Kamillenextrakt sowie Narbencremes und -gele mit Harnstoff, Allantoin, Heparin und Extractum Cape.

 

Vorbeugung

  • nicht sicher möglich
  • Arbeitsschutzmaßnahmen (Handschuhe, Arbeitsschuhe, Sicherheitsabdeckungen) sowie Schutzkleidung (Helm, Protektoren)
  • sorgfältiges und konzentriertes Arbeiten in der Küche
  • vorsichtiger Umgang mit Schneidewerkzeugen
  • beschädigtes Geschirr (insbesondere Gläser oder Tassen) aussortieren
  • Tetanusschutzimpfung, um eine Tetanus-Infektion zu verhindern

 

Wann zum Arzt?

  • bei großen, klaffenden oder tiefen Wunden, starken Blutungen
  • bei Wunden am Auge oder in unmittelbarer Augennähe
  • wenn sich Fremdkörper in der Wunde befinden (in der Wunde belassen)
  • umgehend bei Anzeichen einer Wundinfektion (pochende Schmerzen, Eiter, Fieber, evtl. Schüttelfrost).

 

Ausführliche Informationen über Schürfwunden und Schnittwunden und Behandlung von Schürfwunden und Schnittwunden finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

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