KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Schilddrüsenüberfunktion

 

Bei Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) schüttet die Schilddrüse übermäßig stark die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin aus. Der Organismus reagiert darauf mit einer ständigen Überaktivität. Spürbar wird diese unter anderem durch eine starke vegetative Unruhe, die sich beispielsweise in Herzrasen, Herzstolpern und Schwitzen äußert oder als erhöhte Reizbarkeit und Nervosität wahrgenommen wird. Eine Sonderform der Schilddrüsenüberfunktion ist der Morbus Basedow mit den charakteristisch hervorquellenden Augäpfeln. Schilddrüsenüberfunktion ist in der Vielzahl der Fälle gut durch Medikamente behandelbar und kann in der Hälfte der Fälle sogar geheilt werden.

 

Symptome

  • hohe Körpertemperatur und Herzfrequenz, Herzklopfen
  • Unruhe, Nervosität
  • Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen
  • Schwitzen, Zittern, Muskelschwäche
  • Durchfall
  • gesteigerter Appetit ohne Gewichtszunahme
  • zuweilen Ausbildung eines Kropfes
  • Herzschwäche
  • hervorquellende Augen und Sehprobleme sowie teigige Hautschwellung am Unterschenkel bei Morbus Basedow
  • gesteigertes Wachstum bei Kindern und Jugendlichen

 

Ursachen

  • überstarke Vermehrung von bestimmten Schilddrüsenzellen, die ungehemmt Schilddrüsenhormone ausschütten
  • Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow
  • Schilddrüsenentzündungen

 

Diagnose

  • Bestimmung der Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut
  • Betrachtung der Schilddrüse durch Ultraschall oder Szintigrafie (besonderes bildgebendes Verfahren mit Gabe von schwach radioaktiven Markern)

 

Behandlung

  • medikamentös mit Thyreostatika wie Carbimazol, Thiamazol und Natriumperchlorat
  • bei Schilddrüsenentzündungen Antibiotika wie Tetracyline und Makrolide als Breitbandantibiotika
  • nötigenfalls operative Verkleinerung der Schilddrüse durch chirurgischen Eingriff oder Radio-Jod-Therapie

 

Selbsthilfe

  • Medikation strikt einhalten und regelmäßige Kontrolluntersuchungen wahrnehmen
  • kein zusätzliches Jod aus der Nahrung oder der Umwelt (Desinfektionsmittel, Schwimmen) aufnehmen
  • Entspannungsübungen oder pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrian, Melisse oder Hopfen gegen Unruhe, Nervosität oder Schlafprobleme

 

Wann zum Arzt?

  • bei Verdacht auf Schilddrüsenüberfunktion
  • bei unerklärlicher Unruhe, Herzrasen oder gesteigertem Appetit ohne Gewichtszunahme
  • bei hervorquellenden Augen oder Sehschwierigkeiten

 

Ausführliche Informationen zu Schilddrüsenüberfunktion finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

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