KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Rheumatoide Arthritis                                                                                          *Anzeige

 

Unter der häufigsten Erkrankung aus dem entzündlich – rheumatischen Formenkreis leiden in den westlichen Industriestaaten knapp 1 % der Bevölkerung, unter den über 55 – jährigen sind es sogar ca. 2 %, wobei überwiegend Frauen betroffen sind. Über die Krankheitsursache und auslösende Faktoren gibt es bisher nur Hypothesen, besser erforscht sind dagegen mittlerweile die entzündlichen Prozesse, die in den Gelenken ablaufen: so kommt es in der normalerweise sehr dünnen Synovia (= Gelenkinnenhaut) zu einer Entzündung, so dass diese wie ein krebsartiger Tumor wächst und Knorpel- und Knochengewebe infiltriert und zerstört. Die an diesen Abläufen beteiligten Immunzellen und Botenstoffe wurden in den letzten 30 Jahren intensiv erforscht, was wiederum zur Entwicklung neuer (teuerer) Medikamente führte, die diese entzündlichen Vorgänge selektiv hemmen können.

 

Verlauf

 

Beim klassischen Verlauf der rheumatoiden Arthritis sind mehrere, überwiegend kleine Gelenke, typischerweise der Hände mit symmetrischem Befallsmuster be - troffen. Die Gelenke sind mehrere Wochen geschwollen, überwärmt und schmerzen. Die Patienten berichten häufig eine morgendliche Steifheit, so dass z. B. erst nach einer gewissen Zeit ein Faustschluss möglich ist. Meist sind in diesem Stadium bereits Entzündungsparameter wie das c – reaktive Protein erhöht und Antikörper gegen spezielle Eiweißmoleküle im Blut nachweisbar wie der bekannte Rheuma - faktor. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte eine medikamentöse Therapie beginnen, um dass Entstehen knöcherner Defekte (in Röntgenbilder nachweisbar) und im weiteren Verlauf dauerhafter Gelenkdeformierungen mit daraus resultieren - dem Funktionsverlust zu verhindern.

 

Behandlung

 

Die Behandlung der rheumatoiden Arthritis zielt darauf ab, den entzündlich bedingten Schmerz zu lindern, die Gelenkschäden zu verhindern und so die Lebensqualität zu erhalten. Die medikamentöse Therapie besteht deshalb zum einen aus reinen Schmerzmitteln wie z.B. Novaminsulfon oder Opioiden, aus nichtsteroidalen Antiphlogistica wie z.B. Diclofenac oder Ibuprofen, und aus Cortison, dass bei akuten Krankheitsschüben gerne als hochdosierte Stosstherapie eingesetzt wird. Um allerdings irreparable Gelenkschäden zu verhindern, bedarf es einer sog. Basis - therapie mit z. B. Methotrexat oder Leflunomid, sowie - bei ungenügender Wirkung – eines Biologicums. Wenngleich die moderne Medizin gerade mit letzteren hoch - wirksame Mittel gegen die Erkrankung zur Verfügung hat, haben alle diese erwähnten Medikamente mögliche Nebenwirkungen, so dass ein individueller Ansatz und regelmäßige rheumatologische Kontrollen notwendig sind. Nicht zu vernach - lässigen sind im Hinblick auf ein möglichst „normales“ Leben der stete Einsatz von Physio – und Ergotherapie sowie eine interdisziplinäre Sozialmedizin. Entscheidend für den Therapieerfolg ist hierbei der möglichst frühzeitige Beginn und – bei ungenügendem Ansprechen der Medikation - die konsequente Intensivierung der Behandlung. Dabei kann festgestellt werden, dass durch den Einsatz bedeutsamer volkswirtschaftlicher Mittel in den letzten Jahren eine deutliche Verbesserung im Leben rheumakranker Menschen erreicht werden konnte, was unter anderem auch im dauerhaften Erhalt der beruflichen Leistungsfähigkeit zum Ausdruck kommt.

 

 

 

Quelle: Dr. Ebel Fachkliniken

 

 

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