KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Psoriasis

 

Psoriasis (deutsch Schuppenflechte) ist eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Häufig sind auch Nägel und Gelenke betroffen. Psoriasis verläuft oft schubweise und ist nicht ansteckend. Als Ursache gilt vielmehr eine genetische Komponente und damit familiäre Vererbung als wahrscheinlich. Bei der Schuppenflechte erneuert sich die Haut deutlich schneller als bei gesunden Menschen. Dies führt zu den typischen Psoriasis-Symptomen: silbrig-glänzende Schuppen auf gerötetem Grund. Bislang ist Psoriasis nicht heilbar. Die unangenehmen Symptome lassen sich aber häufig recht gut lindern.

 

Symptome

  • gerötete Hautstellen, mit silbrig-weißen Schüppchen bedeckt
  • Herde punktförmig bis handtellergroß, meist stark begrenzt, können aber auch großflächig zusammenfließen
  • Hautschuppen mit talgartiger Konsistenz (Kerzenwachsphänomen)
  • untere Hautschichten lösen sich beim Abheben der Schuppen (Phänomen des letzten Häutchens)
  • punktförmige Blutung nach Entfernung der Schuppen (Phänomen des blutigen Taus oder Auspitz-Phänomen)

 

Ursachen

  • erbliche Veranlagung
  • auslösende Faktoren
    • Infektionen (z.B. Erkältungskrankheiten, Angina, Mittelohrentzündungen)
    • Stoffwechselstörungen und Hormonschwankungen
    • bestimmte Medikamente (z.B. Malariamittel, Lithium, Betablocker, Interferone oder nicht-steroidale Entzündungshemmer)
    • übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss
    • Umwelteinflüsse wie starke Hitze oder Kälte, extreme Feuchtigkeit und Schwüle sowie hohe Luftschadstoffbelastung
    • emotionale Belastung und Stress
    • Übergewicht
    • Hautverletzungen oder -reizungen (Sonnenbrand, Tattoos, Kratzen, reibende Kleidungsstücke wie Gürtel oder Büstenhalter)

 

Behandlung

  • medikamentöse Therapie, beispielsweise
    • Salbenverbände mit Milchsäure oder Salicylsäure zur Ablösung der Hautschuppen
    • Steinkohlenteer und Schwefel wirken juckreizhemmend und zellteilungshemmend.
    • Dithranol (Cignoloin) wirkt ebenfalls zellteilungshemmend.
    • Vitamin-D-Derivaten wie Calcipotriol, Calcitriol und Tacalcitol zur Entzündungshemmung
    • kortisonhaltige äußerlich aufzutragende Mittel im Ausnahmefall
    • Vitamin B12 in einer Salbengrundlage aus Avocadoöl
    • harnstoffhaltige Öle, Cremes oder Salben.
  • bei schwerem Verlauf Medikamente wie Methotrexat (MTX), Vitamin-A-Derivate, Kortison (auch als Injektion), Ciclosporin und Fumarsäureester; evtl. biotechnologisch hergestellten Substanzen (Biologica), zum Beispiel die TNF-Blocker Adalimumab, Infliximab und Ustekinumab sowie das Fusionsprotein Etanercept
  • PUVA-Therapie (Psoralenen und UVA-Strahlen) und weitere Lichttherapien
  • Balneo-Foto-Therapien und Fischtherapie (Kangalfische oder Knabberfische entfernen die Hautschuppen.)
  • Elektrotherapie mit schwachem Interferenzstrom

 

Selbsthilfe

  • Hautirritationen vermeiden (keine Sonnenbrände, Tätowierungen oder hautreizende Kosmetika
  • Alkohol und Nikotin meiden
  • gesunde Ernährung
  • Normalgewicht anstreben
  • Stress und emotionale Belastungen meiden

 

Wann zum Arzt?

  • bei großflächigen, sehr störenden, entzündeten oder stark juckenden Hautveränderungen sowie Gelenkbeschwerden
  • bei hohem Leidensdruck

 

Ausführliche Informationen über Psoriasis und Behandlung von Psoriasis finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

 

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