KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Prellungen

 

Prellungen entstehen nach äußerer, stumpfer Gewalteinwirkung. Das können Schläge, Stöße (auch Zusammenstöße beim Sport beispielsweise), Tritte oder auch ein Aufprall auf dem Hallenboden sein. Die Haut bleibt bei Prellungen intakt. Je nach Ort der Prellung werden Haut-, Muskel- und Nervenprellungen unterschieden. Zudem gibt es Rippen-, Gelenk- und Knochenprellungen, Prellungen innerer Organe, zum Beispiel Leber- und Milzprellungen und Prellungen am Kopf oder im Gesicht wie Augen- und Nasenprellungen.

 

Symptome

  • Hautprellungen
    • oberflächlicher blauer Fleck unter der Haut
    • Haut über dem Hämatom leicht geschwollen und schmerzt.
  • Muskelprellungen
    • Einblutung in das Muskelgewebe
    • geprellter Bereich schwillt an und schmerzt
    • Schmerzen von dumpfem Spannung- oder Druckgefühl begleitet
    • evtl. Taubheit des betroffenen Muskels
    • gelegentlich geprellter Muskel als Verhärtung tastbar
    • evtl. eingeschränkte Muskel-Beweglichkeit.
  • Nervenprellungen
    • ausstrahlende Schmerzen, zum Beispiel bei Stoß am Ellenbogen (sogenannter Musikantenknochen) mit über Sekunden andauernden überschießenden, elektrisierenden und ausstrahlenden Schmerz in den Unterarm, teilweise Kribbeln bis in den kleinen Finger
    • selten Empfindungsstörungen und Missempfindungen
    • bei Nervenprellungen im Hals-, Schulter- und Nackenbereich anhaltende Schmerzen und Missempfindungen über einige Wochen.

 

Ursachen

  • stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch Schlag, Stoß, Aufprall oder Tritt (Pferdekuss beim Fußball)

 

Behandlung

  • Creme, Salbe, Gel oder Spray mit Aceclofenac, Dexiprofen, Diclofenac, Etofenamat, Heparin-Natrium, Hydroxyethylsalicylat, Flufenaminsäure, Indometacin, Ketoprofen, Naproxen und Piroxicam
  • nicht-opioide Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Metamizol, Paracetamol und Phenazon; evtl. opioide Schmerzmittel wie Tramadol und Tilidin.

 

Selbsthilfe

  • PECH-Regel (Pause, Eis, Compression, Hochlagern)
  • Salben und Gelen mit Campher, Capsaicin, Heparin-Natrium, Nicoboxil und Nonivamid
  • Einreibungen mit Arnika-, Rosmarin-, Eukalyptus-, Menthol- und Beinwellwurzel-Tinkturen oder Ölen.

 

Vorbeugung

  • Schutzkleidung und Schutzausrüstung (zum Beispiel Schienbein-, Hand-, Knie und Ellenbogenschützer, Protektoren und Helme).

 

Wann zum Arzt?

  • wenn Schmerzen nach einer Prellung länger als 3 bis 4 Tage anhalten
  • wenn ein Bluterguss länger als 10 Tage bestehen bleibt
  • grundsätzlich bei Prellungen im Kopfbereich oder im Bauchraum.
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Ausführliche Informationen über Prellungen und Behandlung von Prellungen finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

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