KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

paVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit)

 

paVK ist die Abkürzung für periphere arterielle Verschlusskrankheit. Diese Erkrankung gehört zur Gruppe der arteriellen Durchblutungsstörungen. Von paVK sind in den meisten Fällen die Beine, nur selten die Arme betroffen. In Deutschland leiden etwa 4,5 Millionen Menschen an dieser Erkrankung. Mehr als 75 % der Betroffenen versterben an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Damit es nicht soweit kommt, ist eine frühzeitige Behandlung unbedingt erforderlich. Deshalb tun Sie gut daran, Bein- und Armschmerzen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern ärztlich untersuchen zu lassen.

 

Symptome

  • Beginn meist unbemerkt und schleichend
  • Schmerzen zunächst nur bei Belastung (wie Laufen oder Gehen), später auch in Ruhe (vor allem im Liegen und nachts)
  • Muskelschwäche bei Belastungen
  • blasse und kalt Haut sowie fehlender Puls in betroffenen Bereichen
  • verzögerte Heilung von Wunden, Verletzungen und Geschwüren.

 

Ursachen

  • am häufigsten zunehmende Arteriosklerose
  • selten Gefäßentzündungen, entzündliche Gefäßerkrankungen aus dem Rheumatischen Formenkreis und das sogenannte Entrapment-Syndrom (eine Unterschenkel-Durchblutungsstörung infolge einer Kniekehlenarterien-Schädigung)
  • selten erbliche Veranlagung
  • Risikofaktoren sind Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und Diabetes.

 

Behandlung

  • medikamentöse Behandlung mit sogenannten Thrombozytenaggregationshemmern wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Clopidogrel, selten auch gerinnungshemmende Wirkstoffe wie Phenprocoumon; blutgefäßerweiternde Wirkstoffe wie Naftidrofuryl, Prostaglandine und Cilostazol
  • gefäßerweiternde Verfahren wie Angioplastie (zum Beispiel mittels Ballon), Stent (Röhrchen um ein erweitertes Gefäß offen zu halten) und Sympathikolyse (Blockade des Sympathikus an einer bestimmten Stelle)
  • operative Eingriffe wie Bypass-Operationen (Ersatz von verengten Gefäßabschnitten), Thrombendarteriektomie (Gefäßreinigung) und Interponate (Transplantate oder Implantate) um ausgedehnte Gewebsschädigungen zu überbrücken.

 

Selbsthilfe

  • Bewegungsübungen (insbesondere Fußroll- oder Faustschlussübungen) sowie Gehtraining.

 

Vorbeugung

  • Senkung erhöhter Blutfettwerte
  • abwechslungsreiche und gesunde Ernährung
  • Einstellung von erhöhtem Blutdruck und Diabetes
  • auf Nikotin verzichten
  • regelmäßige körperliche Bewegung
  • Übergewicht abbauen
  • Allgemeinbefinden erhöhen und Stress positiv beeinflussen.

 

Wann zum Arzt?

  • grundsätzlich bei Beinschmerzen und Schmerzen in den Armen.
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Ausführliche Informationen über paVK und Behandlung von paVK finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

 

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