KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Malaria

 

Malaria (auch Wechselfieber oder Tropenfieber) gehört zu den Geißeln der Menschheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO beziffert die Zahl der Todesopfer auf etwa 1 Million Menschen pro Jahr. Mit mehr als 90 Prozent sind Äquatorial- und das südliche Zentralafrika am stärksten betroffen. Aber auch in Südostasien beispielsweise grassiert die Malaria. Übertragen wird Malaria durch die Stiche einer in den Tropen und Subtropen verbreiteten Mückenart (Anophelesmücke). Rechtzeitig erkannt ist Malaria in der Regel gut medikamentös zu behandeln. Die große Zahl der Toten in Afrika geht vor allem auf die unzureichende medizinische Versorgung sowie den häufig schlechten Allgemeinzustand der Erkrankten zurück.

 

Symptome

  • Malaria tropica: bis 14 Tage nach Infektion hohes Fieber, gefolgt von grippeähnlichen Symptomen, Übelkeit und Erbrechen; nach Fiebersenkung unregelmäßige Fieberschübe; unbehandelt folgt Blutarmut mit Risiko für Herz- und/oder Kreislaufversagen.
  • Malaria tertiana: bis 21Tage nach Infektion hohes Fieber, gefolgt von Kopf-, Rücken- und Gliederschmerzen; Fieberschübe alle 3 Tage; unbehandelt schwach ausgeprägte Blutarmut.
  • Malaria quartana: wie Malaria tertiana, aber Fieberschübe alle 4 Tage

 

Ursachen

  • Übertragung von Plasmodien durch infizierte weibliche Anopheles-Stechmücken
  • Plasmodien schädigen zunächst die Leber und dann die roten Blutkörperchen

 

Diagnose

  • Nachweis von Plasmodien durch mikroskopische Blutuntersuchung

 

Behandlung

  • medikamentöse Bekämpfung der Plasmodien mit Wirkstoffen wie Chloroquin, Mefloquin, Atovaquone, Proguanil, Artemether oder Lumefantrin

 

Selbsthilfe

  • nur bedingt möglich, beispielsweise Hausmittel gegen Fieber, um Symptome zu lindern

 

Vorbeugung

  • bei Reisen in Malariagebiete vorsorgliche Einnahme der oben genannten Malaria-Medikamente als sogenannte Malaria-Prophylaxe (kein 100prozentiger Schutz)
  • konsequent auf Mückenschutz durch Kleidung, Netze, Gitter achten
  • abends und nachts Mückenschutzmittel mit Wirkstoffen wie Dietyltoluamid (DEET) und Icaridin verwenden

 

Wann zum Arzt?

  • immer bei anhaltendem hohem oder wiederkehrendem hohen Fieber (40 Grad und mehr)
  • bei Fieber nach Reisen in Malariagebiete oder Malaria-Risikozonen

 

Ausführliche Informationen über Malaria und die Behandlung von Malaria lesen Sie bei "meine-gesundheit.de"

 

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