KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Magen-Darm-Grippe

 

Magen-Darm-Grippe ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Gastroenteritis. Weitere Bezeichnungen für diese Erkrankung sind Brechdurchfall, Bauchgrippe oder Happe. Häufig sind Krankheitserreger wie Rotaviren, Noroviren und Salmonellen Ursache von Magen-Darm-Grippe. Doch auch Gifte (zum Beispiel Botulinumtoxin) und Strahlen (wie radioaktive Strahlung oder Röntgenstrahlen) können Magen-Darm-Grippe auslösen. Die typischen Symptome einer Magen-Darm-Grippe sind Erbrechen und Durchfall. Diese sind mit einfachen Hausmitteln und Medikamenten in der Regel gut behandelbar.

 

Symptome

  • Appetitlosigkeit
  • Erbrechen und Durchfall
  • Bauchschmerzen, Magen- und Darmkrämpfe
  • evtl. leichtes bis hohes Fieber, grippeähnliche Symptome, Schwindel und ausgeprägte Erschöpfung.

 

Ursachen

  • Viren (insbesondere Rota-, Noro-, Adeno- und Coronaviren)
  • Bakterien (vor allem Salmonellen, Shigellen, Yersinien, Campylobacter, Clostridium difficile und Choleravibrionen)
  • Protozoen (unter anderem Amöben und Giardien)
  • Bakteriengifte (Toxine) wie das Gift des Bakteriums Clostridium botulinum
  • ionisierende Strahlen wie Röntgen- oder radioaktive Strahlung.

 

Behandlung

  • Flüssigkeit und Mineralstoffe ersetzen (empfehlenswert ist die WHO-Rehydrationslösung, evtl. Infusionen)
  • brechreizhemmende Wirkstoffe (sogenannte Antiemetika) wie Dimenhydrinat und Diphenhydramin
  • Opiate wie Loperamid gegen Durchfall
  • Prokinetika wie Domperidon und Metoclopramid zur Regulation der Darmtätigkeit
  • Butylscopolamin gegen Bauchkrämpfe
  • nur in seltenen Fällen Antibiotika.

 

Selbsthilfe

  • vorsichtiger Kostaufbau mit leicht verdaulichen Speisen bereits von Anfang an
  • strenge Hygienemaßnahmen einhalten
  • Apfelpektin, um schädigende Stoffe oder Krankheitserreger im Magen-Darm-Trakt zu binden
  • Cola und Salzstangen, um den Mineralstoffverlust auszugleichen
  • darmfloraregenerierende Probiotika (zum Beispiel Bifidobacterium und Lactobacillus in probiotischen oder Naturjoghurts, auch gefriergetrocknet als Pulver oder Tablette)
  • Ingwerwurzel gegen Erbrechen.

 

Vorbeugung

  • bei Reisen in ferne Länder nur gekochte oder geschälte Speisen essen, kein offenes Speiseeis und keinen Salat
  • Trinkwasser abkochen oder Mineralwasser verwenden, keine Eiswürfel in Getränke
  • möglichst keine rohen oder weich gekochten Eier (besonders im Sommer) und kein ungenügend gegartes Geflügel sowie ungewaschenes Obst und Salate verzehren
  • Hygienemaßnahmen einhalten, um Ansteckung zu vermeiden
  • Regeneration der Darmflora und Aktivierung der körpereigenen Abwehrkräfte mit Milchsäurebakterien oder Escherichia coli sowie Hefe
  • Impfungen gegen einige Formen von Magen-Darm-Grippe
  • Immunsystem stärken.

 

Wann zum Arzt?

  • wenn Durchfall und Erbrechen länger als 2 bis 3 Tage anhalten oder sehr stark sind (bei Kindern schon nach spätestens 24 Stunden)
  • dringend bei blutigem Stuhl sowie Durchfall mit weiteren Symptomen wie Fieber und Schüttelfrost.
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Ausführliche Informationen über Magen-Darm-Grippe und Behandlung von Magen-Darm-Grippe finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

 

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