KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Knorpelschaden

 

Bei Knorpelschaden ist das Knorpelgewebe krankhaft verändert. Knorpelgewebe (kurz Knorpel) hat unter anderem eine Schutzfunktion und wirkt als Puffer zwischen zwei Knochen. Mediziner unterscheiden 3 Knorpelarten: hyaline und elastische Knorpel sowie Faserknorpel. Von Knorpelschäden am häufigsten betroffen sind hyaline Knorpel, die auch die häufigsten Knorpel im Körper sind.

 

Symptome

  • Gelenkschmerzen, anfangs meist nur bei langer Bewegung oder nach ausgiebiger Belastung, mitunter auch morgens und nach längerem Sitzen (sogenannter Anlaufschmerz)
  • zuweilen knirschende oder knackende Gelenke
  • Wetterfühligkeit
  • evtl. Gelenkerguss
  • Im späteren Verlauf schmerzen Gelenke bereits in Ruhe

 

Ursachen

  • Unfälle im Straßenverkehr oder beim Sport
  • abnutzungsbedingt (degenerativ) mit zunehmendem Alter
  • begünstigend wirken X- und O-Beine, Fehl- und Überbeanspruchung, Gelenkinstablilitäten, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Gicht sowie starkes Übergewicht (Adipositas)

 

Behandlung

  • gegen Schmerzen Wirkstoffe aus der Gruppe der nicht-opioiden Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Metamizol und Paracetamol sowie aus der Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer wie Dexibuprofen, Diclofenac, Flupirtin, Ibuprofen, Indometacin, Ketoprofen und Naproxen
  • bei starken Schmerzen sogenannte opioide Schmerzmittel wie Tramadol, Tilidin, Hydromorphon und Oxycodon
  • zur Muskelentspannung Benzodiazepine wie Tetrazepam
  • zur Entzündungshemmung und verbesserten Gelenkbeweglichkeit Kortisonpräparate
  • Injektionen von Hyaluronsäure und Kollagenen oder auch von individuell aufbereiteten Proteinlösungen in das betroffene Gelenk
  • Physiotherapeutische und physikalische Behandlungsmaßnahmen wie Bewegungsübungen; manuelle Therapie sowie Fango, Moor oder Teilbäder
  • Glucosamin und Chondroitin zur Bildung von sogenannten Proteoglykanen in Knorpelzellen
  • Akupunkturbehandlungen
  • orthopädietechnische Hilfsmittel wie speziell angepasste Orthesen, Bandagen oder Schienen sowie Schuhhilfsmittel wie Pufferabsätze, Einlagen und Fersenkissen
  • Operationen, evtl. Gelenkprothesen

 

Selbsthilfe

  • Bewegung
  • Übergewicht abbauen
  • bei leichteren Schmerzmittel Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen oder pflanzliche Präparate mit Weidenrindenextrakt
  • kortisonfreie Antirheumatika wie Felbinac, Indometacin oder Ketoprofen zum Einnehmen oder als Salbe, Gel oder Spray
  • wärmende Salben mit Nonivamid und Nicoboxil
  • Salben und Balsame mit Beinwellextrakten oder Ammoniumbituminosulfonat (schmerzlindernd und entzündungshemmend)
  • Dragees oder Tabletten mit Glucosaminsulfat, Teufelskralle und Weihrauch
  • Thermen mit erhöhter Radonkonzentration
  • Vitamin E-Präparate (hochdosiert nur nach ärztlicher Rücksprache)

 

Vorbeugung

  • Fehl- und Überbelastung vermeiden
  • richtige Belastung von Gelenken in Knie- und Rückenschulen lernen
  • regelmäßige Bewegung
  • abwechslungsreiche, frische und gesunde Ernährung
  • Übergewicht vermeiden und ggf. abbauen

 

Wann zum Arzt?

  • bei schmerzenden Gelenken.

 

Ausführliche Informationen über "Knorpelschaden" und "Behandlung von Knorpelschaden" finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

 

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