KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Hämatome

 

Hämatom ist die medizinische Bezeichnung eines Blutergusses. Umgangssprachlich wird ein Hämatom auch einfach „blauer Fleck“ genannt. Ein Bluterguss entsteht, wenn Blut aus verletzten Blutgefäßen ins umliegende Gewebe oder in Körperhöhlen sickert. Häufig passiert das durch äußere Gewalteinwirkung, zum Beispiel durch Schläge oder Stürze. In der Regel ist ein Hämatom harmlos und heilt innerhalb von 3 Wochen von selbst ab. Tiefe Hämatome oder auch Einblutungen ins Gehirn müssen dagegen häufig operativ behandelt werden.

 

Symptome

  • „blauer Fleck“
    • Blutergüsse wechseln die Farben von rot über blau und grün bis hin zu gelb und braun - je nach Grad der Abheilung.
  • Schmerzen und Schwellungen
  • Druck- oder Taubheitsgefühle
  • bei Gehirnblutungen Desorientiertheit, Verwirrtheit und Bewusstseinsverlust sowie (stärkste) Kopfschmerzen, krampfhafte Überstreckungen der Gliedmaßen, Erbrechen, Blutdruckabfall und Nackensteife

 

Ursachen

  • äußere Gewalt wie Stoß, Schlag, Sturz oder Unfall
  • erhöhte Gefahr für Hämatome bei Blutgerinnungsstörungen und erhöhter Blutungsneigung (Hämophiliepatienten, sog. Bluter), Venenschwäche oder wenn blutgerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden (unter anderem Acetylsalicylsäure, Clopidogrel und Phenprocoumon)

 

Behandlung

  • schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkstoffe wie Aceclofenac, Dexiprofen, Diclofenac, Etofenamat, Flufenaminsäure, Indometacin, Ketoprofen, Naproxen und Piroxicam sowie nicht-opioide Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Metamizol, Paracetamol und Phenazon
  • bei ausgedehnten Hämatomen und sehr starken Schmerzen opioide Schmerzmittel wie Tramadol und Tilidin
  • Operation bei Hämatomen in Gelenkkapseln, Organen oder im Gehirn

 

Selbsthilfe

  • anfangs kühlen und hochlagern
  • nach etwa 3 Tagen Wärmeanwendungen, zum Beispiel heiße Duschen, Moorbäder oder Fangopackungen, um den Bluterguss schneller abzubauen
  • Medikamente mit den Enzymen Bromelain und Papain
  • Umschläge mit Heilerde
  • Salben und Gele mit Heparin-Natrium, Hirudin oder Hydroxyethylsalicylat
  • pflanzliche Einreibungen mit Arnika, Beinwellwurzel, Johanniskraut, Myrthe, Odermennig, Ringelblumen, Wundklee und Ysop
  • Weißkohlwickel und Breiumschläge aus den Zwiebeln der Madonnenlilie

 

Vorbeugung

  • nur bedingt möglich
  • beim Sport Schutzkleidung und Schutzausrüstungen (zum Beispiel Protektoren, Sturz- oder Fahrradhelmen) benutzen

 

Wann zum Arzt?

  • grundsätzlich bei Verdacht auf Gehirnblutungen (nach Sturz oder Schlag auf den Kopf) oder Einblutungen in Organe, Knochen und Gelenke
  • wenn wiederkehrend blaue Flecken ohne ersichtlichen Grund entstehen.

 

Ausführliche Informationen über Hämatome und Behandlung von Hämatomen finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

 

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