KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Binge-Eating

 

Binge-Eating, auch als Binge-Eating-Störung oder kurz BES bezeichnet, ist eine Essstörung, die in jüngster Vergangenheit immer häufiger diagnostiziert wird. Herausstechendes Merkmal der Binge-Eating-Störung sind wiederkehrende Fressanfälle, bei denen die Erkrankten große Mengen an – vor allem süßen und fettreichen – Nahrungsmitteln förmlich verschlingen. Anders als bei der Ess-Brech-Sucht (Bulimie) machen Binge-Eater keine Anstalten, die Nahrung wieder von sich zu geben oder durch Sport abzuarbeiten. Die Diagnose Binge-Eating geht häufig mit Übergewicht oder Adipositas (Fettsucht) einher. Anders als bei Bulimie und Magersucht sind Binge-Eater nicht vornehmlich jung und weiblich. Vielmehr sind alle Altersgruppen und beide Geschlechter betroffen.

 

Symptome

  • in 6 Monaten mindestens 2 Fressanfälle pro Woche (vor allem Süßes und Fettiges sowie Fastfood)
  • kein Sättigungsgefühl, Essen bis zu starkem Völlegefühl
  • sehr hohe Kalorienzufuhr während des Essanfalls
  • Kontrollverlust bei Nahrungsaufnahme
  • Essanfälle werden nicht durch Hungergefühl ausgelöst, eher durch Langeweile, Gewohnheit oder Stress
  • hastiges, schnelles Essen (schlingen)
  • negative Stimmung nach Fressanfällen mit Schuldgefühlen, Scham oder depressiven Verstimmungen.
  • kein Erbrechen nach den Fressanfällen
  • keine Bemühungen, die aufgenommenen Kalorien durch Sport oder Missbrauch von Medikamenten (beispielsweise Abführmittel oder Brechmittel) wieder los zu werden

 

Ursachen

  • nicht auf eine alleinige Ursache zurückzuführen
  • genetische Komponente
  • erlerntes gestörtes Essverhalten
  • häufig wenig ausgeprägtes Selbstwertgefühl

 

Behandlung

  • vorzugsweise stationäre Therapie in spezieller Essstörungs-Klinik
  • häufig Kognitive Verhaltenstherapie
  • Ernährungsberatung
  • poststationäre Begleitung

 

Selbsthilfe

  • Besuch von Selbsthilfegruppen (für Erkrankte und Angehörige)

 

Vorbeugung

  • nur bedingt möglich
  • gesundes und regelmäßiges Essen so früh wie möglich einüben
  • Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen stärken

 

Wann zum Arzt?

  • bei Anzeichen für Fressanfälle
  • bei starkem Übergewicht oder Adipositas

 

Weitere Informationen über Binge-Eating finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

Staufen, Baden-Württemberg

Tel: 07633 8007-0
Fax: 07633 8007-199
www.ak-familienhilfe.de

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