KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Bandscheibenvorfall

 

Bandscheibenvorfall – ein Begriff, der den meisten Menschen geläufig ist und in der Regel Assoziationen an eine komplizierte Operation mit oft langwieriger Reha weckt. Tatsächlich aber lassen sich mehr als 90 Prozent aller Bandscheibenvorfälle gut und erfolgreich ohne Operation behandeln. Das wichtigste Element der Behandlung ist die Physiotherapie. Die ärztliche Kunst ist vor allem gefragt, um Schmerzen kurzfristig zu lindern oder – als Mittel der letzten Wahl – den Bandscheibenvorfall zu operieren.

 

Symptome

  • allgemeine Symptome wie
    • Schmerzen im Bereich der betroffenen Bandscheibe
    • in Arme oder Beine ausstrahlende Schmerzen, beispielsweise beim Heben, Niesen oder Husten
    • Taubheitsgefühle
    • Missempfindungen
    • Kraft- und Reflexstörungen
  • spezifische Symptome
    • Halswirbelsäule: Kopfschmerzen und Schmerzen im Bereich von Nacken oder Schulter, bis in die Fingerspitzen kribbelnde Arme und Hände, geschwächte Arme, beschränkte Beweglichkeit von Hals, Schultern und Armen
    • Brustwirbelsäule: Schmerzen im Brustkorb, die mitunter als Herzschmerzen wahrgenommen beziehungsweise interpretiert werden
    • Lendenwirbelsäule: vom Kreuz in die Beine ausstrahlende Schmerzen, Taubheitsgefühle und Missempfindungen in den Beinen, geschwächte Beine und/oder Füße, Potenzstörungen, Störungen der Funktion von Darm oder Blase (letztere auch bei Bandscheibenschäden im Bereich des Steißbeins)

 

Ursachen

  • natürlicher alterungsbedingter Verschleiß der Bandscheiben
  • falsche oder starke Belastung der Bandscheiben durch Fehlhaltungen, körperliche Aktivität oder Erschütterungen
  • Verletzungen
  • Übergewicht und Bewegungsmangel

 

Behandlung

  • entzündungshemmende Schmerzmittel wie Diclofenac, Ibuprofen, Indometacin oder Ketoprofen
  • opioide Schmerzmittel wie Buprenorphin, Fentanyl, Hydromorphon, Oxycodon oder Tilidin
  • gegebenenfalls Schmerzkatheter, zum Beispiel mit Sufentanil oder Ropivacain und Infiltration mit örtlichen Betäubungsmitteln wie Lidocain, Mepivacain oder Procain
  • Physiotherapie und Rückenschule
  • manuelle Therapien wie Massage, Chiropraxis oder Osteopathie
  • Wärme- und Kälteanwendungen
  • notfalls operative Versorgung durch
    • Entfernen ausgetretenen Bandscheibenmaterials und Entlastung der Nervenbahnen
    • Bandscheibenprothesen
    • Stabilisierung der Wirbelsäule

 

Selbsthilfe

  • konsequentes Befolgen der konservativen Therapie-Elemente

 

Vorbeugung

  • Falschbelastungen und Fehlhaltungen des Rückens vermeiden
  • rückenfreundliche Bewegungsabläufe in Rückenschule erlernen
  • Bewegungsmangel vermeiden
  • Übergewicht abbauen

 

Wann zum Arzt?

  • umgehend bei starken Schmerzen, Lähmungs- bzw. Taubheitsgefühlen oder plötzlicher Harn- und Stuhlinkontinenz
  • bei anhaltenden Rückenschmerzen

 

Ausführliche Informationen über Bandscheibenvorfall und die Behandlung von Bandscheibenvorfall lesen Sie bei "meine-gesundheit.de"

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