KRANKHEITSBILDER

Konkrete medizinische Informationen bei Gesundheitsproblemen von Akne bis Zahnschmerzen; deren Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung. Alle Beiträge werden von Ärzten oder Apothekern erstellt und patientengerecht aufbereitet.




 
 
 

Rheumatoide Arthritis

 

Rheumatoide Arthritis gehört zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, kurz Rheuma. Sie wird auch als chronische Polyarthritis bezeichnet. Der Name erklärt sich daher, dass bei dieser Erkrankung viele Gelenke (poly = viele) betroffen sind. An Rheumatoider Arthritis leiden dreimal mehr Frauen als Männer. Ursache der Rheumatoiden Arthritis sind wahrscheinlich fehlgesteuerte Abwehrzellen, die sich gegen körpereigene Gelenkstrukturen richten. Am häufigsten sind Zehen- oder Fingergelenke betroffen. Klassischerweise verläuft Rheumatoide Arthritis schubweise.

 

Symptome

  • beginnt oft schleichend, seltener plötzlich
  • betroffene Gelenke (insbesondere kleine Gelenke der Finger und Zehen) überwärmt, gerötet und schmerzhaft geschwollen
  • betroffene Gelenke klamm bis steif
  • Gelenkbewegungen eingeschränkt
  • Morgensteifigkeit
  • kleine Knubbel an den Gelenken, sogenannte Rheumaknoten
  • oft symmetrischer Befall beider Körperseiten
  • im Verlauf der Erkrankung immer mehr Gelenke befallen
  • Organbeteiligung von Herz, Lunge, Nieren, Leber und Auge möglich.

 

Ursachen

  • weitestgehend unbekannt
  • wahrscheinlich starke autoimmunen Komponente (körpereigene, fehlgesteuerte Abwehrzellen greifen Gelenkknorpel an)
  • genetischer Einfluss beziehungsweise familiäre Häufung nachgewiesen
  • Viren und Bakterien als Auslöser.

 

Behandlung

  • Medikamente:
    • Methotrexat, kurz MTX, TNF-alpha-Hemmer Adalimumab und Infliximab, IL-1-Rezeptor-Antagonist Anakinra sowie B-Zell-Therapeutikum Rituximab
    • Kortikosteroide wie Cortisol und Hydrocortison
    • nicht-steroidale Antirheumatika wie Diclofenac und Ketoprofen
    • opioide Schmerzmittel wie Tilidin oder Tramadol
    • Immunsuppressiva wie Azathioprin und Ciclosporin
  • physikalische Therapien, zum Beispiel Kälte- und Wärmeanwendungen und Elektrotherapie mit Gleich- und Wechselstrom
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie 
  • unter Umständen auch Operationen wie Gelenkversteifungen, Gelenkprothesen oder Gelenkentfernungen.

 

Selbsthilfe

  • Anschluss an einer Rheuma-Selbsthilfegruppe
  • nährstoffreiche, vollwertige Ernährung mit reduziertem Gehalt an tierischen Lebensmitteln
  • evtl. Omega-3-Fettsäuren (Nutzen umstritten)
  • schwefel- und radonhaltige Thermalquellen
  • Wickel und Umschläge aus Kohlblättern oder Quark
  • pflanzliche Wirkstoffe wie Brennnessel, Birke, Teufelskralle, Weidenrinde und Weihrauch
  • Gelenke nicht übermäßig belasten
  • extreme und gelenkbelastende Sportarten wie Gewichtheben, Hand- und Fußball oder Tennis meiden
  • Nahrungsergänzungsmittel mit Chondroitin oder Glucosamin
  • Medikamente mit Wirkstoffen der Grünlippmuschel oder Hyaluronsäure.

 

Wann zum Arzt?

  • schnellstmöglich bei schmerzhaft überwärmten, geröteten und geschwollenen Gelenken, insbesondere bei Kindern.
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Ausführliche Informationen über Rheumatoide Arthritis und Behandlung von Rheumatoider Arthritis finden Sie bei "meine-gesundheit.de"

Bad Oeynhausen, Nordrhein-Westfalen

Tel: 05731 782-0
Fax: 05731 782-799
www.rehaklinik.de

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